Mehr Platz für Firmen  Papenburger Industriehafen wird erweitert

Christian Belling
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Von Christian Belling
| 07.02.2023 15:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Von Bunte-Vorstand Helmut Bohse lässt sich Bürgermeisterin Vanessa Gattung erklären, was genau im Industriehafen Nord passieren wird. Foto: Belling
Von Bunte-Vorstand Helmut Bohse lässt sich Bürgermeisterin Vanessa Gattung erklären, was genau im Industriehafen Nord passieren wird. Foto: Belling
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Es tut sich etwas im Papenburger Hafen. Das Areal soll erweitert werden. Das könnte 200 neue Arbeitsplätze schaffen.

Papenburg - Unternehmer tummeln sich bereits am potenziell neuen Betriebssitz – ein gutes Zeichen dafür, dass ein Bedarf an Industrie- und Gewerbeflächen da ist. So ist es beim ersten Rammschlag zur Erweiterung des Industriehafens Nord in Papenburg gewesen.

Zweifelslos kann die Erweiterung des Industriehafens Nord als ein Meilenstein für die wirtschaftliche Entwicklung Papenburgs betrachtet werden. Entsprechend fallen auch die Worte von Papenburgs Bürgermeisterin Vanessa Gattung (SPD) aus. Die Verwaltungschefin spricht von einem großen Tag für die Stadt, den Landkreis und für das Land Niedersachsen. „Durch die Erweiterung des Industriehafens Nord geben wir vorhandenen Betrieben die Möglichkeit, sich zu erweitern. Weitere Betriebe können sich an diesem Standort niederlassen“, so Gattung. In der aktuellen wirtschaftlichen Situation sei dies ein deutliches und wichtiges Zeichen. „Wir werden vorhandene Arbeitsplätze sichern und weitere schaffen. Der Wirtschaftsstandort Papenburg blickt damit mutig in die Zukunft und erfährt eine deutliche Stärkung“, ist sich Gattung sicher.

200 neue Arbeitsplätze

Die Bürgermeisterin geht davon aus, dass etwa 200 Arbeitsplätze auf dem Areal nördlich der Soda-Brücke an der Grenze zu Ostfriesland geschaffen werden. Konkrete Angaben, welche Unternehmen beabsichtigen, sich am Nordhafen niederlassen zu wollen, macht Gattung auf Nachfrage nicht.

Gleichwohl tummeln sich während des ersten Rammschlags einige Unternehmer – unter anderem aus Nachbarkommunen – auf dem Areal an der Hansestraße. Auf die Frage, ob sie denn aufgrund eines Ansiedlungsinteresses vor Ort seien, halten sie sich bedeckt. Noch sei nichts spruchreif, lautet mehrfach die Antwort. Die Erweiterung des Nordhafens in Angriff nehmen wird das Bauunternehmen Bunte. „Das Projekt ist genau auf unsere Expertise zugeschnitten“, betont Bunte-Vorstand Helmut Bohse. Er zeigt sich überzeugt, dass das Unternehmen mit der Errichtung der Spundwand eine der künftig exponierten Lagen für Gewerbeansiedlung in Papenburg stärken wird. „Wir schaffen hier Rahmenbedingungen, die den Hafenumschlag in einem erheblichen Maß steigen lassen“, so Bohse. Im Rahmen des Projekts „Value Port Papenburg“ wird unter anderem das Hafenbecken ertüchtigt, Spundwände gerammt sowie die Kaianlagen rund um das Becken befestigt. Zudem wird das Hafen- und Industriegebiet „Am Nordhafen“ mit seinen rund 35 Hektar entwickelt, um baureife Flächen zu schaffen.

Hafenbecken vergrößern

Das Bauunternehmen Bunte verdoppelt hier bis zum Sommer 2023 die nutzbare Spundwandlänge im Nordhafen. 775 Meter kommen hinzu, das Hafenbecken wird um 9500 Quadratmeter vergrößert. Die Gesamtkosten liegen laut Bürgermeisterin Gattung bei 35 Millionen Euro. Dank entsprechender Fördergelder vom Land sowie dem Landkreis könne die Stadt Papenburg das Projekt in Angriff nehmen.

Die direkte Anbindung von Unternehmen ans Wasser stellt nach Ansicht von Gattung auch einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz dar. „Der Schwerlastverkehr wird von der Straße geholt“, so die Papenburger Verwaltungschefin weiter.

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