Fünf Anklagen gegen 19-Jährigen aus Friesoythe Hat Sohn auf seinen Vater geschossen?
Gegen einen 19-jährigen Friesoyther wurden fünf Anklagen erhoben. Unter anderem wird ihm vorgeworfen auf seinen Vater geschossen zu haben.
Friesoythe - Die Reihe der Vorwürfe war lang. Fünf Verfahren lagen gegen den 19-Jährigen aus Friesoythe vor. Das Jugendgericht am Cloppenburger Amtsgericht hat nun alle Verfahren miteinander verbunden und den Heranwachsenden wegen Bedrohung, Nötigung, Sachbeschädigung und Trunkenheit im Verkehr zur Teilnahme an einem Anti-Gewalt-Training und einer Suchtberatung verurteilt.
Der Angeklagte besaß den Feststellungen zufolge ein Messer- und Schreckschusswaffenarsenal. Die Waffen spielten dann auch beim schwersten Fall der umfangreichen Anklage eine wesentliche Rolle. Der 19-Jährige soll nämlich während eines Streits auf seinen Vater geschossen haben. Das hat der Vater auch so ausgesagt. Der Großvater des Angeklagten, der mit im Haus wohnt, wollte davon aber nichts wissen. Er hätte das hören müssen, wenn geschossen worden wäre. Er habe aber nichts gehört. Letztlich konnte dieser schwerste Vorwurf der Anklage nicht mehr mit der notwendigen Sicherheit aufgeklärt werden, sodass das Gericht den mutmaßlichen Schuss auf den Vater nicht weiter verfolgte. Es blieben aber Bedrohungs- und Nötigungshandlungen. So soll der 19-Jährige während eines Streits seine Freundin mit einer Waffe bedroht und der jungen Frau die Waffe an den Kopf gehalten haben.
Außerdem soll er damit gedroht haben, die Reifen an dem Auto der Freundin zu zerstechen. Heute sind die beiden kein Paar mehr. Im Streit mit seinem Vater hatte der Friesoyther auch Türen eingetreten, bevor er auf seinen Vater geschossen haben soll. Weil er außerdem betrunken mit dem Auto gefahren war, wurde gegen den 19-Jährigen eine Führerscheinsperre verhängt. Alle Taten sollen mit einem Drogen- und Alkoholproblem des Angeklagten zu tun haben. Das soll er nun in der Suchtberatung aufarbeiten. Auch die Teilnahme an dem Anti-Gewalt-Training soll helfen. Ob das klappt, bleibt abzuwarten.