Das kostet das Schwimmen  Preise für Friesenbad steigen – und bei den anderen?

Vera Vogt
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Von Vera Vogt
| 31.01.2023 09:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Badespaß im Friesenbad. Foto: Ortgies/Archiv
Badespaß im Friesenbad. Foto: Ortgies/Archiv
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Schwimmbäder sind oft ein Minusgeschäft, aber wichtig. Im Friesenbad müssen die Eintrittspreise hochgeschraubt werden. Zeit, zu vergleichen, wie es bei anderen aussieht.

Weener - Schwimmbäder sind alles andere als Goldesel: Viele Kommunen zahlen drauf. Gleichzeitig sind die Bäder immens wichtig für Bürgerinnen und Bürger. Im Friesenbad in Weener gibt es zahlreiche Schwimmkurse, zum Beispiel durch die Ortsgruppe der DLRG. Nicht nur fürs Schwimmenlernen, auch für die Freizeitgestaltung ist das Friesenbad beliebt. 2022 waren es etwas mehr als 84.000 Besucher, sagte Friesenbad-Geschäftsführer Hermann Welp Ende vergangenen Jahres.

Das Friesenbad ist beliebt. Foto: Archiv
Das Friesenbad ist beliebt. Foto: Archiv

Nun steht fest, wie hoch die Preise 2023 sein werden: Erwachsene zahlen für eine Einzelkarte fünf Euro. Kinder bis 18 Jahre und schwerbehinderte Menschen zahlen drei Euro. Eine 10er-Karte kostet Erwachsene 45 Euro, für Kinder bis 18 Jahre und schwerbehinderte Menschen 27 Euro, 30er-Karten liegen bei 110 beziehungsweise 69 Euro. Saisonkarten gibt es für Erwachsene für 140 Euro. Für Kinder bis 18 Jahre und schwerbehinderte Personen werden 60 Euro fällig, Schüler und Studenten zahlen 110 Euro, Ehepaare, Paare und Alleinerziehende mit einem Kind zahlen 230 Euro und mit zwei oder mehr Kindern werden es 210 Euro. Neu ist bei den Saisonkarten die Ermäßigung für schwerbehinderte Menschen und die Vergünstigung für Familien mit zwei und mehr Kindern.

Kosten, Kosten, Kosten

In der Vergangenheit wurden die Eintrittspreise laut Welp im Turnus von drei Jahren erhöht, so dass ab 2022 eigentlich eine Anpassung angestanden hätte. Da aber in den vorherigen zwei Jahren der Saisonbetrieb jeweils verkürzt und unter coronabedingten Einschränkungen erfolgte, wurde davon abgesehen, „im Jubiläumsjahr – zum 50-jährigen Bestehen des Friesenbades – die Preise zu erhöhen“. Zuletzt hatte man also zur Saison 2019 erhöht: Auf vier Euro Eintritt für Erwachsene – vorher waren es 3,50 Euro, Kinder und Jugendliche mussten statt zwei Euro 2,50 Euro berappen.

262.000 Euro werden 2023 zusätzlich ins Bad gesteckt werden müssen, so lauten die Berechnungen: „Dieser Betrag stellt natürlich eine erhebliche Belastung des städtischen Haushaltes dar“, so Welp. Deshalb müssten auch die Eintrittspreise angehoben werden, um die gestiegenen Kosten abzufangen: Die Bereiche, in denen die Preise anziehen, seien unter anderem Chemikalien, Energiekosten und Personalkosten.

Kosten die anderen auch mehr?

Das Friesenbad ist das einzige große Freibad im Kreis Leer. Im Nachbarlandkreis Ammerland gibt es das Freibad Hengstforde. Im Vergleich kosten Einzelkarten für Erwachsene dort nur vier Euro, für Kinder bis 18 Jahren zwei Euro. Saisonkarten liegen bei 100 Euro beziehungsweise 50 Euro. Die weiteren Preise sind auf apen.de nachzulesen.

Viele nutzen Schwimmbäder auch, um sich fit zu halten. Foto: Plytje/Archiv
Viele nutzen Schwimmbäder auch, um sich fit zu halten. Foto: Plytje/Archiv

Beim Hallenbad in Bunde steigen die Preise: Wenn das Mölenland-Bad Mitte Februar wieder öffnet, werden Erwachsene statt 2,50 Euro nun vier Euro zahlen müssen. Kinder bis 18 Jahre statt 1,50 Euro dann 2,50 Euro zahlen. „Wir sind dazu gezwungen, die Eintrittspreise anzupassen“, sagte Bürgermeister Uwe Sap. Durch die enorm gestiegenen Energiekosten würde das Defizit ansonsten zu stark ansteigen. Im Plytje in Leer werden für Erwachsene für eine Tageskarte fünf Euro fällig, Kinder bis 18 und Personen mit einer schweren Behinderung zahlen 2,50 Euro. Im Schwimmbad in Hesel zahlen Erwachsene laut Internetseite zwei Euro für eine Einzelkarte, Kinder bis 18 Jahre zahlen einen Euro.

In Weener hat man einen Plan, wie man gegensteuern möchte: Vor der diesjährigen Saison sind die Pumpen für die Wasseraufbereitung ausgetauscht worden. Das habe laut Welp bereits zu einer „nennenswerten Reduzierung des Stromverbrauches beigetragen“. Man wolle nun die Steuerung des Systems noch weiter verbessern, was den Stromverbrauch noch weiter drücken sollte. „Ziel ist es, zumindest die steigenden Energiekosten zu kompensieren“, so Welp.

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