Bürgerbeteiligung in Leer Aus Ideen sollen realistische Pläne werden
Wenn es um die Entwicklung der Leeraner Innenstadt geht, sollen die Leeraner mitreden. Im Herbst gab es vier Workshops. Zwischen dem 7. und 16. Februar geht es in die zweite Runde.
Leer - Wenn es um die weitere Entwicklung der Innenstadt von Leer geht, sind zahlreiche Fachleute gefragt: Wirtschaftsexperten, Architekten, Verkehrsplaner, Klimawissenschaftler – und die Bürger. Sie seien die eigentlichen Experten, was ihre Stadt angehe, hatte Bürgermeister Claus-Peter Horst (parteilos) in der Vergangenheit gesagt. Sie wüssten, wo die Probleme liegen, wo Verbesserungspotenzial sei, was fehle und was richtig gut sei.
Als die Stadt im vergangenen Jahr ins Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ aufgenommen wurde und plötzlich über eine finanzielle Unterstützung von rund 800.000 Euro verfügen konnte, wurde ein Teil der Summe für Bürgerworkshops eingesetzt. Gemeinsam sollten“ innovative Ideen für die Vielfalt und Urbanität in der Stadt“ entwickelt werden, hatte Horst sich gewünscht.
Erste Runde war im Herbst
Im Herbst fand die erste Runde mit vier Workshops statt. Es ging um die Digitalisierung als Instrument der Innenstadtentwicklung. Wie kann sie genutzt werden, um Information und Orientierung zu bieten oder Gäste in die Stadt und Geschäfte zu locken? Weiteres Thema: Aufwertung der Aufenthaltsqualität und der Wegebeziehungen in der Altstadt. Wie kann die Altstadt stärker an die Fußgängerzone angebunden werden? Wo sollen Autos fahren und parken dürfen? Was ist notwendig, dass man sich gerne und lange in der Altstadt aufhält?
Drittes Thema war der Ernst-Reuter-Platz, der zu einem zentralen Platz am Hafen mit multimodaler Funktion werden soll. Und schließlich ging es um die Aufwertung der fußläufigen Verbindungen in der Innenstadt, unter anderem mit Beschattungen und Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung durch Orte des Verweilens, zum Sport treiben und anderem.
Welche Ideen könnten Realität werden?
Hatte die erste Runde noch vor allem den Charakter eines Brainstormings, also einer Auflistung von Ideen und Vorschlägen, soll es in der zweiten Runde mit den Experten der Stadt darum gehen, was tatsächlich in absehbarer Zeit umsetzbar ist. Erneut gibt es vier Workshop-Termine, die so gelegt wurden, dass interessierte Bürger theoretisch an allen vieren teilnehmen können.
Sie finden statt am Dienstag, 7. (Digitalisierung), Donnerstag, 9. (Altstadt), Dienstag, 14. (Ernst-Reuter-Platz) und Donnerstag, 16. Februar (Wegebeziehung und Aufenthalt) im Festsaal des historischen Rathauses. Alle Workshops beginnen um 17 Uhr. Anmeldungen nimmt bis Freitag, 3. Februar, Elke Hinrichs per Mail unter elke.hinrichs@leer.de entgegen.