Kampfpanzer-Lieferung Scholz’ Zögern isoliert Deutschland
Im Ukraine-Krieg jetzt auch Leopard-Kampfpanzer liefern – darüber wird in Deutschland seit Wochen diskutiert. Bundeskanzler Olaf Scholz muss endlich Farbe bekennen. Denn wer die Freiheit der Ukraine verteidigen will, muss Panzer schicken.
Kampfpanzer für die Ukraine – ja oder nein? Diese Frage stellt sich anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos noch einmal in aller Deutlichkeit. Und schon am Freitag dürfte der Kanzler beim Nato-Treffen in Ramstein um eine Antwort nicht mehr herumkommen. Denn die Welt sieht gerade, dass Kreml-Chef Wladimir Putin offenbar entschlossener denn je ist, den Krieg noch weiter zu intensivieren.
Es mehren sich die Hinweise, dass der russische Präsident in einer nächsten Welle weitere Hunderttausende Soldaten für seinen Feldzug mobilisieren will. Die Stärkung der Rüstungsindustrie und die Beseitigung von Mängeln in der Kommandostruktur der Armee zeigen: Putin ist längst noch nicht am Ende und stellt sich auf einen langen Konflikt ein.
Die Geschichte zeigt, dass Friedensverhandlungen nur dann möglich sind, wenn beide Kriegsparteien militärisch ein Patt erreichen und keine mehr einen Vorteil darin sieht, den Konflikt fortzusetzen. Deshalb gilt: Wer den Krieg schnell beenden will, muss die Ukraine weiter dazu befähigen, sich gegen Russland zu erwehren. Dazu sind Kampfpanzer unverzichtbar, darin sind sich viele Militärstrategen einig. Das immer weitere Zögern von Scholz – der in Davos der Ukraine zwar dauerhafte Unterstützung versprach, aber das Thema Leopard 2 tunlichst vermied – isoliert Deutschland inzwischen massiv.