Hoffnung in Alte Post Stapelmoor  Neuer Käufer für historische Brandruine an der Hauptstraße

Tatjana Gettkowski Vera Vogt
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Von Tatjana Gettkowski und Vera Vogt
| 10.01.2023 11:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Direkt neben der Kirche und an der Ortsdurchfahrt. Die Alte Post ist derzeit kein Schmuckstück. Foto: Gettkowski/Archiv
Direkt neben der Kirche und an der Ortsdurchfahrt. Die Alte Post ist derzeit kein Schmuckstück. Foto: Gettkowski/Archiv
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Die Alte Post in Stapelmoor steht an der Ortsdurchfahrt und verfällt immer weiter. Jetzt gab es einen neuen Anlauf, jemanden zu finden, der sich der Brandruine annimmt. Was ist geplant?

Stapelmoor - Für viele Stapelmoorer ist die Alte Post ein Schandfleck, der abgerissen gehört. Das hat bereits im Jahr 2016 eine Umfrage des SPD-Ortsvereins ergeben. Sechs Jahr sind seitdem vergangen und das alte Haus in der Ortsdurchfahrt verkommt immer weiter. Jetzt hatte die Stadt Weener einen weiteren Anlauf genommen, Kaufinteressenten zu finden, die das denkmalgeschützte Gebäude sanieren und wieder mit Leben füllen. Und es sieht gut aus: „Der Verwaltungsausschuss hat einer Veräußerung des Grundstücks zugestimmt. Derzeit werden die Inhalte des Grundstückskaufvertrages mit dem Erwerber abgestimmt“, teilt Stadtsprecherin Kerstin Beier mit.

Das erklärte Ziel sei die Schaffung von Wohneinheiten. In der Abstimmungsphase werde ein künftigen Nutzungskonzept ausgestaltet, „insbesondere unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Belange.“

Schwerer Weg

Es war ein steiniger Weg bis hier her: Am 4. Oktober 2010 wurde das Haus durch Brandstiftung schwer beschädigt. Der frühere Besitzer, der Niederländer Pieter Spakman, verkaufte das Gebäude an die Stadt Weener. Pläne, das Haus mit Fördermitteln zu sanieren, scheiterten. Die Stadt hatte kein Geld für eine Gegenfinanzierung.

Seit 2018 gab es zwar einen Investor, doch der hat inzwischen das Handtuch geworfen. Piet van der Laan hatte große Pläne für die Alte Post in Stapelmoor. Der Bauunternehmer aus Wiesbaden, der familiäre Wurzeln in Weener hat, wollte dem historischen Gebäude neues Leben einhauchen. Er hatte vor, das Gebäude zu entkernen und im Haus altengerechte Mietwohnungen ausbauen. Im vergangenen Jahr hat er von der Planung und dem Kauf Abstand genommen. Als einen Grund nannte er damals fehlende Unterstützung von Seiten der Stadt Weener. Außerdem ist die Sanierung an denkmalschutzrechtliche Vorgaben geknüpft.

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