KI-Programme  Es braucht echte Intelligenz

Corinna Clara Röttker
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Ein Kommentar von Corinna Clara Röttker
| 08.01.2023 15:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
„ChatGPT“ sorgt für Aufregung: Die künstliche Intelligenz kann Fachtexte, Referate oder ganze Hausarbeiten schreiben. Foto:JonathanxRaax/Imago Images
„ChatGPT“ sorgt für Aufregung: Die künstliche Intelligenz kann Fachtexte, Referate oder ganze Hausarbeiten schreiben. Foto:JonathanxRaax/Imago Images
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Der neue Chatbot „ChatGPT“ der Firma OpenAI verfasst Texte, die wirken, als hätte sie ein Mensch geschrieben. Die damit verbundenen Chancen sind zweifellos enorm – die Risiken aber eben auch.

Künstliche Intelligenz (KI) polarisiert, es ist Trend- und Reizthema zugleich: Auf der einen Seite birgt es zweifellos enorme Chancen – aber eben auch nicht zu unterschätzende Risiken. So gibt es scheinbar nichts, was KI-Systeme wie der neue Textgenerator „ChatGPT“ nicht können. Dieser generiert Texte jeder Art von erstaunlich hoher Qualität – zwar nicht fehlerfrei, aber originell. Kreativ schaffenden Menschen könnten sie irgendwann den Job kosten – vielleicht sogar bald Google ersetzen.

Dabei ist die Gefahr, dass das Internet von künstlich erzeugten Texten überflutet wird, schon jetzt real: Unternehmen etwa setzen längst Chatbots im Dialog mit Kunden ein. Auch gibt es zunehmend von Chatbots erzeugte Texte als Posts in den sozialen Medien oder als Produktbewertungen in Onlineshops. Das Problem: Ein von KI generierter Text lässt sich oft nur schwer erkennen, die Gefahr von Fake News steigt damit ungemein.

Das ist bedenklich und für die Gesellschaft eine Herausforderung, denn sie muss immer mehr unterscheiden lernen: Was ist echt – und was kommt von einer KI? In vielen Alltagsbereichen mögen also KI-Systemen wie „ChatGPT“ äußerst hilfreich sein. Bloß ersetzen sie kaum die eigene Recherche und schon gar nicht den reflektierten Umgang mit Informationen. Dafür fehlt den Systemen schlicht (noch) die Intelligenz.

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