Wohnhausbrand  Haus in Hage nach Feuer unbewohnbar

Franziska Otto und Rebecca Kresse
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Von Franziska Otto und Rebecca Kresse
| 06.01.2023 10:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Feuerwehrleute versuchten, auf einer Drehleiter gegen das Feuer in einem Hager Wohnhaus zu kämpfen. Foto: Rebecca Kresse
Feuerwehrleute versuchten, auf einer Drehleiter gegen das Feuer in einem Hager Wohnhaus zu kämpfen. Foto: Rebecca Kresse
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Feuerwehr und Polizei waren am Donnerstagabend in Hage im Einsatz. Flammen schlugen aus einem Wohnhausdach. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten.

Hage - In Hage brannte am Donnerstagabend ein Wohnhaus. Feuerwehr und Polizei waren im Drostenweg nahe dem Zentrum in Hage im Einsatz. Der Alarm ging um 21.47 Uhr raus. Gut 110 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und DRK sowie die Drehleiter der Feuerwehr Norden waren vor Ort. Der Bewohner wurde laut Feuerwehr mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Seine Frau blieb laut einer Mitteilung unverletzt. Unterstützung für die Einsatzkräfte kam von einer unerwarteten Stelle.

Von außen war bei dem betroffenen Haus dichter Qualm zu sehen. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Die Warnung vor dem Großbrand hatte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz herausgegeben. Das betroffene Gebiet sollte gemieden werden. Autofahrer wurden aufgefordert, die Einsatzstelle weiträumig zu umfahren.

Die Feuerwehren versuchten, den Wohnhausbrand in Hage zu löschen. Foto: Rebecca Kresse
Die Feuerwehren versuchten, den Wohnhausbrand in Hage zu löschen. Foto: Rebecca Kresse

Haus ist nach dem Feuer unbewohnbar

Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer zunächst in einem Nebengebäude hinter dem Haus ausgebrochen. Es griff dann auf das Wohnhaus über. Die Bewohner des Hauses, ein älteres Ehepaar, war von dem Feuer aufgeschreckt worden, heißt es in einer Mitteilung von Kreisfeuerwehrverbandssprecher Manuel Goldenstein. Zeitgleich hatte ein Passant die Flammen beim Anbau entdeckt und den Notruf gewählt. Das Ehepaar konnte sich demnach ins Freie retten, das Feuer hatte bereits auf den Dachstuhl des Wohnhauses übergegriffen und die gesamte Wohnung mit Brandrauch versetzt.

Der Gerätewagen Atemschutz für vier Atemschutzgeräteträgergruppen war vor Ort. Zunächst war ein Innenangriff für sie aber noch zu gefährlich, sagte Manuel Goldenstein. „Das ist momentan zu riskant.“ Die Feuerwehrleute mussten über die Drehleiter das Dach abdecken, um von außen löschen zu können. Schon jetzt sei klar, dass das Haus unbewohnbar sei, so Goldenstein am Abend.

Feuerwehrleute entfernten Dachziegel bei dem Wohnhaus in Hage, um die Flammen zu bekämpfen. Foto: Rebecca Kresse
Feuerwehrleute entfernten Dachziegel bei dem Wohnhaus in Hage, um die Flammen zu bekämpfen. Foto: Rebecca Kresse

Katze wird noch vermisst

Zunächst sah es so aus, als hätte die Feuerwehr den Brand schnell im Griff. Die ersten Flammen waren gelöscht. Aber immer wieder drang Wind durch die Löcher im Dach und das Feuer loderte erneut auf.

Für die Bewohner war der Brand nach Angaben der Nachbarn ein Schock. Sie hätten ein komisches Geräusch gehört und seien so auf das Feuer aufmerksam geworden, berichteten sie der Redaktion. Vermisst wurde am Abend noch die Katze der Bewohner.

Haus musste mit Hochleistungslüfter vom Rauch befreit werden

Gegen 0 Uhr befand sich das Feuer unter Kontrolle und die ersten Einsatzkräfte konnten abrücken. Eine gute Stunde später galt das Feuer als gelöscht. Nach den Aufräumarbeiten konnten die letzten Einsatzkräfte um 1:45 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Das Haus musste mit einem Hochleistungslüfter vom Brandrauch befreit werden.

Alarmiert wurden laut Mitteilung die Feuerwehren Hagermarsch, Halbemond und Lütetsburg, sowie die Drehleiter der Feuerwehr Norden und deren Löschgruppenfahrzeug (LF) 10 – Wald/Fläche um ausreichend Schlauchmaterial vor Ort zu haben, sowie der Gerätewagen Atemschutz, wie auch der Einsatzleitwagen zwei der Kreisfeuerwehr Aurich (stationiert bei der Feuerwehr Norden). Zudem wurde das DRK Hage/Großheide zur sanitätsdienstlichen Absicherung und der Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken alarmiert. Insgesamt befanden sich somit 15 Einsatzfahrzeuge mit 110 Einsatzkräften vor Ort.

Nachbarn waren eine große Hilfe

Schwierig gestaltete sich der Ablauf des Einsatzes aufgrund der engen Straßenverhältnisse, so dass sich die Aufstellung der Einsatzfahrzeuge auf mehrere Straßenzüge verteilte, heißt es in der Mitteilung. Aufgrund der sachgerechten Koordinierung verlief die Abarbeitung des Einsatzes jedoch reibungslos.

Nicht nur für das ältere Ehepaar waren die Nachbarn eine Hilfe. Auch Goldenstein dankt ihnen für die Versorgung der Einsatzkräfte mit Kaffee und dem Angebot an die Bewohner, dass sie sich in separate Räume zurückziehen können, wenn Bedarf besteht. „Ein Zeichen, dass es in Ostfriesland in der Regel friedlich und miteinander läuft“, sagte Goldenstein.

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