San Francisco Bericht: So katastrophal sind die Arbeitsbedingungen bei Twitter
Stickige Büros und verdreckte Toiletten: Seit der Übernahme durch Tech-Milliardär Elon Musk sollen die Arbeitsbedingungen beim Kurznachrichtendienst Twitter dramatisch nachgelassen haben. Das berichten anonyme Mitarbeiter.
Höchstleistungen unter Hochdruck – das verlangt Elon Musk von seinen Twitter-Mitarbeitern, nachdem er das Unternehmen vor wenigen Monaten übernommen hatte. Geht es aber nach einigen Mitarbeitern, so dürfte es schwierig sein, ebendiese Leistungen abzurufen. Denn laut ihnen sind die Arbeitsbedingungen im Hauptquartier in San Francisco katastrophal.
In einem Artikel berichtet die „New York Times“ von Gesprächen mit anonymen Mitgliedern des Unternehmens, die die Zustände anprangern. Demnach verfügt die Unternehmenszentrale eigentlich über vier Stockwerke. Musk soll die Teams jedoch auf zwei Etagen zusammengelegt haben. Entsprechend rieche es streng, vor allem nach Essen und Schweiß, berichten die Mitarbeiter.
Darüber hinaus habe der Tech-Milliardär das Reinigungspersonal entlassen, wodurch die Toiletten verdreckt seien. Weil Musk auch noch die Hausmeister vor die Tür setzte, müssen die Twitter-Mitarbeiter nun auch ihr eigenes Toilettenpapier mitbringen. Des Weiteren berichtet die „New York Times“, dass das Unternehmen mit den Mieten für die Büroräume im Rückstand liege.
Mit dieser Strategie verfolgt Musk offenbar einen drastischen Sparkurs. Kurz nach seiner Übernahme von Twitter hatte er die finanzielle Schieflage des Unternehmens bemängelt. So soll der Kurznachrichtendienst täglich einen Verlust von vier Millionen US-Dollar eingefahren haben. Laut „New York Times“ will Musk mit seinem harten Sparkurs seit November 500 Millionen US-Dollar eingespart haben – nicht zuletzt auch durch die Entlassung von Mitarbeitern.