Ermittlungen in Rhauderfehn Steinewerfer beschädigt weitere Geschäfte
Unbekannte gehen in Rhauderfehn um und beschädigen Glasscheiben mit Pflastersteinen. Gibt es bei den vier Fällen einen Zusammenhang? Gibt es einen Verdacht? Was sagt die Polizei?
Rhauderfehn - Gar nicht ruhig war am Dienstag der Ruhetag bei Milanos Imbiss in Westrhauderfehn. Während des Frühstücks klingelte das Telefon: die Polizei. Ein Unbekannter hatte nach Angaben der Beamten die Scheibe der Eingangstür zum Imbiss mit einem Stein zerstört.
„Wir sind sauer“, sagt Turkan Turuku. Er ist der Bruder des Inhabers und kümmerte sich am Vormittag mit seinem Vater um die Behebung des Schadens. „Als wir gestern Abend geschlossen haben, war noch alles in Ordnung“, erklärt Turuku. Am Dienstagmorgen fiel einer Zeugin die Verwüstung auf: Die Scheibe zerstört, eine Lampe aus den Fugen gerissen, Stühle wurden durch die Gegend geschleudert und Blumenkübel umgeworfen. Sie verständigte die Polizei und diese wiederum die Inhaber-Familie. „Wer macht sowas?“, fragt Turuku. Eine Antwort – einen konkreten Verdacht – habe er nicht.
Weitere Geschäfte beschädigt
Die Zerstörungswut am Imbiss in der Straße am Bahnhof ist nicht die einzige, die in den vergangenen Tagen der Polizei gemeldet worden ist. Im Umkreis von wenigen Hundert Metern sind drei weitere Fälle angezeigt worden. In der Nacht zum 23. Dezember wurde eine Tür beim Edeka-Center am Hagiusring beschädigt. In der Nacht zum ersten Weihnachtstag wurden außerdem Türen beim Combi-Markt an der Rhauderwieke sowie beim General-Anzeiger am Untenende beschädigt. Gemeinsam haben alle vier Taten: Es wurde jeweils ein Stein gegen die Scheibe geworfen.
„Bei diesen vier Taten sind der örtliche und zeitliche Zusammenhang gegeben. Ob ein Tatzusammenhang direkt besteht, muss noch geprüft werden“, schreibt Svenia Temmen. Sie ist Sprecherin der Polizei in Leer. Bei den beiden Supermärkten handelte es sich jeweils um einen grauen Pflasterstein, der vom Täter benutzt worden war. Die Steine würden nun nach Spuren untersucht, so Temmen. Informationen dieser Zeitung, nach denen bei einem Supermarkt eine Person durch eine Überwachungskamera gefilmt worden sein soll, wollte die Polizistin nicht bestätigen. Das müsse von den Ermittlern überprüft werden.
Kameras, um den Imbiss künftig zu überwachen, habe er schon am Morgen bestellt, sagt Turuku von Milanos Imbiss. Das sei die erste Konsequenz nach der Randale gewesen. Den Schaden an der Tür habe er mit einer Holzplatte provisorisch repariert. Außerdem kündigt er an, dass eine Belohnung für Hinweise auf die Täter ausgesetzt werden soll. Die Höhe stehe aber noch nicht fest.