Verkehr im Landkreis Leer  Uplengen bekommt neue Brücke über Nordgeorgsfehnkanal

Tobias Rümmele
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Von Tobias Rümmele
| 28.12.2022 15:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Uplengen will, dass mehr Menschen mit dem Rad in die Schule und zur Arbeit pendeln können. Foto: Schuldt/DPA
Uplengen will, dass mehr Menschen mit dem Rad in die Schule und zur Arbeit pendeln können. Foto: Schuldt/DPA
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Schon 2023 soll eine Brücke das Neubaugebiet an der Schleusenstraße mit dem Ortskern von Remels verbinden. Die Fahrradbrücke soll die Verkehrswende in Uplengen vorantreiben.

Remels - In Uplengen entsteht im kommenden Jahr eine neue Brücke für Radfahrerinnen und Radfahrer. Das teilt die Gemeindeverwaltung in einer Mitteilung an die Presse mit. Die Brücke wird über den Nordgeorgsfehnkanal führen und das Neubaugebiet an der Schleusenstraße mit dem Ortskern verbinden. Im April 2023 sollen die Arbeiten starten.

Was und warum

Darum geht es: In Uplengen entsteht an einer wichtigen Stelle eine Brücke für Fahrradfahrer.

Vor allem interessant für: Radfahrerinnen und Radfahrer

Deshalb berichten wir: Die Gemeinde berichtete in einer Mitteileilung darüber, dass die Förderung des Projekts bewilligt wurde.

Den Autor erreichen Sie unter: t.ruemmele@zgo.de

„Der Bau einer Radverkehrsbrücke über den Nordgeorgsfehnkanal soll vor allem die Nahmobilität stärken, Autofahrten verlagern und vermeiden helfen. Besonderes Ziel ist es dabei, die Verkehrssicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmenden zu verbessern“, betont Torsten Stephan vom Fachbereich Bauen und Umwelt der Gemeindeverwaltung. Aufgrund der örtlichen Höhenverhältnisse wird eine Klappbrücke errichtet. So kann die erforderliche Höhe über der Wasserstraße gewährleistet werden.

Kosten von 1,7 Millionen Euro

Möglich wird der Neubau durch eine Förderung des Landes Niedersachsen und des Bundes, die nun zugesagt wurde. „Am Ende hat sich das lange Warten gelohnt“, sagt Bürgermeister Heinz Trauernicht (parteilos) über die Nachricht aus Hannover. Bereits im September 2021 hatte die Verwaltung den Antrag auf Förderung gestellt. Nun liegt der Zuwendungsbescheid für den Bau vor. Dafür stehen der Gemeinde 1,53 Millionen Euro durch die Förderung zur Verfügung. Der Bund und das Land Niedersachsen beteiligen sich dadurch mit bis zu 90 Prozent an der mit 1,7 Millionen Euro kalkulierten Investition. Es ist damit das finanziell aufwendigste Einzelvorhaben zur Stärkung des Radverkehrs in der Gemeinde Uplengen.

Die Gemeinde hatte im vergangenen Jahr ein Radverkehrskonzept in Auftrag gegeben und möchte damit die Verkehrswende in Uplengen einen großen Schritt nach vorne bringen. Die Baumaßnahmen, die darin vorgeschlagen werden, reichen von Ausbesserungen im Fahrbahnbelag bis hin zum Bau von gänzlich neuen Radwegen. Das erklärte Ziel: mindestens zwei Meter Radweg-Breite, im besten Fall aber sogar zweieinhalb Meter. Insgesamt 80 Maßnahmen wurden in dem Konzept herausgearbeitet und in drei Kategorien priorisiert.

Verbindung ins Zentrum

Im Rahmen der Arbeit an dem Konzept sei man schnell zu dem Schluss gekommen, dass die südlichen Gemeindeteile besser an den Hauptort Remels angebunden werden sollen. Dort liegen Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Freizeiteinrichtungen. Die Radbrücke überwindet mit dem Nordgeorgsfehnkanal künftig die größte Barriere auf dem Weg nach Remels.

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Die konkreten Planungen zu der Brücke hätten mit einem Antrag der CDU-Fraktion im Gemeinderat begonnen, erinnert sich Bürgermeister Trauernicht. Zu diesem Zeitpunkt habe der Bund eine passende Förderkulisse initiiert und die Verwaltung schnell die die Initiative ergriffen. Die Fördergelder sind jedoch an einen engen Zeitplan gekoppelt. Es ist bis Ende 2023 begrenzt. Bis dahin muss die Brücke stehen.