Alternative Energien Sonnenenergie für die Kläranlage
Die Stadt Papenburg setzt weiter auf Fotovoltaik. Damit will sie die Selbstversorgung sichern.
Papenburg - Auch die Stadt Papenburg setzt zunehmend auf regenerative Energien. Die Kläranlage soll so mit Fotovoltaik ausgestattet werden, dass sie sich größtenteils selbst versorgen kann.
Einstimmig billigte der Stadtrat in seiner Weihnachtssitzung, dass auf dem Gelände an der Straße „Hampoel“ in großem Stil auf Dächern und Freiflächen PV-Anlagen installiert werden. Die Gesamtkosten für die Anlagen, die im Haushalt 2023 berücksichtigt sind, belaufen sich nach Angaben der Stadtverwaltung auf 826000 Euro. Wegen der aktuell hohen Nachfrage müsse aber mit Mehrkosten gerechnet werden. Sicher hinzu kämen 50000 Euro für Stemm- und Tiefbauarbeiten.
Investition rechnet sich nach etwa neun Jahren.
Wie die Verwaltung weiter erklärt, befasse sich die Stadtentwässerung seit 20 Jahren intensiv mit dem Thema Energieeinsparung. 2002 habe der Stromverbrauch noch mehr als zwei Millionen Kilowattstunden pro Jahr betragen. Dieser sei bis 2009 durch Umrüstung der Rührwerke auf 1,27 Millionen Kilowattstunden (kWh) gesenkt worden. Eine weitere Senkung auf 900000 kWh sei durch die Inbetriebnahme von zwei neuen Mikrogasturbinen gelungen.
Durch den Bau von PV-Anlagen in den Jahren 2023 und 2024 solle sich die Kläranlage bis auf eine „Reststrommenge“ von 265.000 kWh selbst versorgen können. Wie es vonseiten der Stadtverwaltung weiter heißt, rechne sich die Investition nach etwa neun Jahren. Der Auftrag muss öffentlich ausgeschrieben werden.
Das Errichten einer Windkraftanlage auf dem Gelände der Kläranlage als Alternative kommt laut Stadt nicht infrage. Grund seien die zu geringen Abstände zu der bestehenden Bebauung.