Kolumne „Für die Ehre“  Das ungewollte Geschenk

Manuel Goldenstein
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Eine Kolumne von Manuel Goldenstein
| 24.12.2022 09:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Manuel Goldenstein
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Am Heiligen Abend kann es passieren, dass man auch ungewollt ein Geschenk erhält. Man muss es nur zu schätzen wissen – vor allem in einer Notlage.

Während es heute Abend in vielen Familien besinnlich zugeht und diese liebevoll in den Wohnzimmern zusammensitzen, gibt es Menschen, die plötzlich aus dieser Situation herausgerissen werden: die freiwilligen Hilfskräfte der Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Es ist schon etwas ganz Besonderes, an einem solchen Tag einen Alarm zu erhalten. Kinder und die liebste Person allein zu lassen bei dem Stress vor dem Fest oder gar während der Bescherung, um anderen Menschen zu helfen.

Einige Einsatzkräfte kommen dann nach Hause und haben erstmal kein Bild und kein Ton, da das Familienfest durch sie unterbrochen, ja sogar gestört wurde. Bei den meisten herrscht jedoch „Fairständnis“ und das ist auch gut so! Schließlich geht es um die Hilfe für in Not Geratene. Für die Menschen, die den Notruf Heiligabend wählen, wird der Tag ein schwieriger werden. Vielleicht ein einsamer Abend, der ewig andauern wird.

Die in Not Geratenen sollten an diesem Tag die Hilfe durch die Fremden als Geschenk sehen. Egal wann, die ehrenamtlichen Helfer sind für alle da, die um Hab und Gut oder gar um ihr Leben oder das Leben der Liebsten bangen müssen. Es ist zwar ein Geschenk, welches man sich niemals wünscht, jedoch ist es ein Wertvolles.

Wie oft haben wir selbst bereits Geschenke erhalten, die wir nicht wollten und dann doch gebrauchen konnten. Oder Geschenke, bei denen das Geschenkpapier einfach nur schrecklich war, der Inhalt jedoch wunderbar schön. Geschenke, die man dringend braucht, sind Geschenke, auf die man hofft. Diese Hoffnung geben wir den Menschen.

Besonders macht unser Geschenk als Feuerwehr oder Hilfsorganisation, dass wir nahezu alle freiwillig und unentgeltlich tätig sind. Wir geben unsere Zeit ehrenvoll für die Menschen, die uns brauchen. Immer!

Ich wünsche Dir und Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und hoffe darauf, dass man uns an diesem wohligen Tag nicht brauchen wird.

Kontakt: kolumne@zgo.de

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