Freechild Uganda Sedelsberger spendeten für Kinder in Afrika
2016 gründete Jan-Ole Meyer aus Reekenfeld einen Verein. Der unterstützt Kinder in Uganda. Meyer und seine Mitstreiter konnten dort bereits eine Schule bauen. Nun spendeten Sedelsberger Geld dafür.
Sedelsberg - „Verantwortlich ist man nicht nur für das was man tut ,sondern auch für das, was man nicht tut.“: Ein Leitspruch, den sich der gebürtige Reekenfelder Jan-Ole Meyer zu Herzen genommen hat. Zusammen mit sieben anderen gründete Meyer 2016 den gemeinnützigen Verein „Freechild Uganda“. Diese Hilfsprojekt ermöglicht Kindern in dem afrikanischen Staat eine bessere Zukunft. Der geförderte Ort befindet sich östlich von Kampala, der Hauptstadt Ugandas, und liegt am Rande des Victoriasees. Eine direkte Ortsbezeichnung gibt es nicht. „Es wird Happy Hulls (auf Deutsch: glücklicher Hügel) genannt“, sagte Jan-Ole Meyer, als seine Organisation jetzt beim Autohaus Thien in Sedelsberg ein vorweihnachtliches Geschenk bekam. Kleine Summen retten in Uganda Leben.
„Ich bin sehr überrascht und erfreut über die Hilfsbereitschaft. Es ist für uns eine große Spende“, dankte Meyer allen Beteiligten. Das sind der Nikolaus-Club Sedelsberg, der örtliche Männergesangverein, die Vereine, die beim Vereinsheim Sedelsberg den Weihnachtsmarkt organisiert haben, sowie der Rotary-Club Friesoythe-Artland-Cloppenburg. Mit Aktionen wie einem Adventscafè oder dem Weihnachtsmarkt trugen sie zur Spendensumme bei. Zudem griffen das Autohaus Thien sowie Peter und Iris Lindemann und Piet Wulf als Privatpersonen in die eigene Börse und steuerten Geld zur Gesamtsumme bei.
Schulische Bildung und geregelte Mahlzeiten
„Für den Verein ,Freechild Uganda’ haben sich die Spendengeber entschieden, weil einige vom Sedelsberger Nikolausclub auch dort Mitglied und insbesondere von der guten Sache überzeugt sind. Das Geld ist gut angelegt für Kinder in einem der ärmsten Länder der Welt“, sagt Andre Thien. Mit Hilfe des Geldes wolle der Verein die schulische Bildung und die soziale und emotionale Entwicklung von Kindern in Uganda fördern. Dazu zähle auch, dass die Kinder geregelte Mahlzeiten und eine medizinische Versorgung bekommen, schilderte Jan-Ole Meyer, was Freechild Uganda mit dem Geld bewirken möchte.
Durch seine Organisation konnte auch schon eine Schule gebaut werden. Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren aus der ganzen Region können dort kostenfrei den Kindergarten und die Schule besuchen. Meyer, der viel in Afrika unterwegs ist, führte das Vorhaben auf eigenen Faust durch. Der Verein hat mittlerweile 80 Mitglieder und 190 Patenschaften vermittelt. Hilfe zur Selbsthilfe ist der Leitgedanke.
Waisenhaus und Ausbildungswerkstatt geplant
Der Schwerpunkt des Vereins ist das sogenannte Happy-Hills-Projekt. Die dort am Galama-Berg gebaute Schule und den Kindergarten betreiben die Mitglieder für insgesamt 189 Kinder aus den umliegenden Dörfern.
„Von dem Besuch in der Schule profitiert nicht nur das Kind selbst. Denn das Gelernte wird zu den Familien und in die Dörfer weitergetragen – auch wenn es nur das Händewaschen ist“, sagt Jan-Ole Meyer. Die Betreuungseinrichtung sei aber auch eine Erleichterung für die Familien, die dadurch weniger Mitglieder mit Nahrung versorgen müssen.
„Irgendwann möchten wir dort auch ein Waisenhaus bauen“, sagt Meyer. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Pläne, die der Verein umsetzen möchte. Unter anderem Spielgeräte und eine Bücherei. Für die Verwirklichung ihrer Ideen – und generell des Projektes – sind die Mitglieder jedoch auf Geld- aber auch Sachspenden angewiesen. „Unser langfristiges Ziel ist es, vor Ort eine Ausbildungswerkstatt zu errichten“, schildert der gelernte Maschinenbaumeister Meyer. Dazu trage sicherlich auch die Spende der Sedelsberger Vereine und Privatpersonen bei.
Spender freuen sich über Perspektiven für Kinder
„Wir haben gerne gespendet, denn hier bei dem Projekt für Uganda wissen wir, das auch jeder Cent ankommt. Durch die Hilfe von Freechild Uganda werden den Kindern Perspektiven und Chancen für eine eigene, selbstbestimmte und menschenwürdige Zukunft ermöglicht“, sagt Anton Fortwengel vom Männergesangverein. Mehr Informationen zu Meyers Projekt gibt es im Internet unter dem Link http://freechild-uganda.de/.