Seefahrt  Museum in Elisabethfehn bekommt Schiffsmast geschenkt

Hans Passmann
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Von Hans Passmann
| 16.12.2022 16:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Beim Schiffsmast vor dem Fehnhaus des Moor- und Fehnmuseums Elisabethfehn wurden die Schenkungsurkunde überreicht (von links): Heino Cramer, Egon Buß, Antje Hoffmann, Hans Eveslage und Hermann Eberlei. Foto: Passmann
Beim Schiffsmast vor dem Fehnhaus des Moor- und Fehnmuseums Elisabethfehn wurden die Schenkungsurkunde überreicht (von links): Heino Cramer, Egon Buß, Antje Hoffmann, Hans Eveslage und Hermann Eberlei. Foto: Passmann
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Vor anderthalb Jahrzehnten stellte der Fluss- und Kanalschifferverein Elisabethfehn einen Schiffsmast am Moor- und Fehnmuseum auf. Nun sind die Vereinsmitglieder zu alt für die Pflege des Mastes.

Elisabethfehn - Seit 2004 ragt vor dem Fehnhaus des Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn ein Schiffermast von über 30 Meter Höhe in die Luft. Aufgestellt worden ist er von den Mitgliedern des Fluß- und Kanalschiffervereins Elisabethfehn und Umgebung (FKSVE) Elisabethfehn. Der ist auch Eigentümer des Wahrzeichen der Elisabethfehner Schiffer. Doch ab dem kommenden Jahr geht das stehende Gut vor dem Fehnhus komplett als Geschenk in das Eigentum des Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn über.

Die dazugehörige Schenkungsurkunde wurde am Freitagvormittag vom Vorstand des Vereins, Egon Buß und Hermann Eberlei, sowie vom Vorsitzenden der Museumsstiftung, Hans Eveslage, und der Leiterin des Museums, Antje Hoffmann unterzeichnet. „Zum Mast gehören stehendes und laufendes Gut, wie Wanten und Flaggenleinen sowie drei Lichterketten“, erklärte der Vorsitzende des FKSVE, Egon Buß bei der Unterzeichnung der Urkunde im Museum.

Dem Verein fehlt Nachwuchs

In den vergangenen Jahren gab es im Verein keinen Nachwuchs mehr. Dessen Mitglieder wurden immer weniger und älter. Der Verein hat noch 40 Mitglieder, deren Altersdurchschnitt bei 70 Jahren liegt. „Damit der Schiffsmast erhalten bleibt, haben wir uns vom Vorstand entschlossen, das Objekt dem Museum zu schenken. So wissen wir, dass der Mast weiterhin gepflegt wird“, sagte Buß.

Zuletzt war der Mast im September gelegt, gewartet und lackiert worden. Im Zuge dieser Arbeiten wurde auch die Oberwant nach 33 Jahren erneuert. Rund alle fünf Jahren werden Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt. „Ich habe Kontakt mit der Museumsleiterin Antje Hoffmann aufgenommen, ob das Museum den Schiffermast übernehmen würde. Der Vorschlag schlug auf Gegenliebe. Damit stand einer Schenkung nichts mehr im Wege“, stellte der langjährige Kapitän an Bord des Vereins fest.

Geschenk bedeutet Arbeit fürs Museum

Der Verein sicherte der Museumsleitung zu, bei Fragen und Wartung am Mast, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Weiterhin kann der Verein bei Feierlichkeiten und Trauerfällen Flaggenschmuck in den Mast ziehen.

„Es ist ein schönes Weihnachtsgeschenk. Aber ich weiß gar nicht, ob ich mich so richtig freuen soll, denn die zukünftige Pflege des Mastes bedeutet Arbeit für uns“, sagte Museumsleiterin Antje Hoffmann. Aber dennoch nehme die Museumsleitung das Geschenk gerne entnehmen, denn der Mast gehöre schon zum Bild des Museums. „Der Schiffermast steht beim Museum. Da ist es eigentlich logisch, dass der Mast an das Museum geht. Dass der Verein uns das Objekt schenkt, ist auch eine Anerkennung an das Museum und ein Vertrauen um die Zukunft des Gutes“, so der Vorsitzende der Stiftung des Museums Hans Eveslage.

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