Betreuung Kein Fördergeld – Grundschulneubau in Bunde scheitert
Alle hatten auf Fördergeld für den Bau einer neuen Grundschule in Bunde gehofft. Weil es keinen Zuschuss gibt und sich die Finanzsituation verschlechtert hat, wird nix daraus. Nun greift Plan B.
Bunde - 2021 hatte die Gemeinde Bunde ihre Pläne einer neuen Grundschule in Bunde vorgestellt. Ein Grundstück ist sogar schon vorhanden – doch nun wird nichts aus dem ehrgeizigen Projekt. „Leider kann trotz intensiver Bemühungen nicht mit Fördermitteln für einen Schulneubau gerechnet werden“, bedauert der Bunder Bürgermeister Uwe Sap.
Anlass, überhaupt über die Frage Neubau oder Sanierung nachzudenken, war für die Gemeinde Bunde die Verpflichtung für Kommunen, dass bis zum Jahr 2025 alle Grundschulen ein Ganztagsangebot anbieten und barrierefrei ausgestaltet sein müssen. Der barrierefreie Neubau sollte eigentlich westlich des Mölenland-Sportzentrums gebaut werden. Bereits vor mehr als 50 Jahren hatte die Gemeinde nach und nach Grundstücke erworben, um diese zu einem späteren Zeitpunkt als Schulerweiterungsfläche nutzen zu können.
Jetzt greift Plan B
Im vergangenen Jahr hatte das Planungsbüro Kontur aus Oldenburg einen ersten Entwurf vorgestellt. 13 Klassenzimmer, vier Fachräume und acht Differenzierungsräume für die individuelle Betreuung von Schülern, beispielsweise zur Sprachförderung, sollten entstehen. In dem Neubau sollten außerdem auch eine multifunktionale Mensa, eine Aula, Büros und eine 360 Quadratmeter große Pausenhalle Platz finden. Ein Raum war sogar für einen Schulkindergarten reserviert.
2021 war man von Baukosten in Höhe von 10,3 Millionen Euro ausgegangen – eine Summe, mit der die Gemeinde angesichts explodierender Bau- und Materialkosten längst nicht mehr hinkommen würde. Bereits bei der Vorstellung der Planung hatte die Verwaltung deutlich gemacht, dass sich das Vorhaben ohne „erhebliche Zuschüsse“ nicht realisieren lassen würde. Daher will die Gemeinde jetzt Plan B. umsetzen. Und der heißt Modernisierung und Ausbau der Grundschule in der Straße Kellingwold. Ein Problem hat sich durch diese Variante in Wohlgefallen aufgelöst. Beim Neubau der Grundschule hätte eine sinnvolle Nachnutzung für das aus den 30er Jahren stammende Schulgebäude gefunden werden müssen.
„Wir arbeiten derzeit zusammen mit unserem Architektenbüro an Lösungsvarianten für den jetzigen Standort“, so der Bürgermeister. Für ihn steht außer Frage, „dass im Rahmen des Inklusiven Umbaus, Erweiterung Ganztagsbetrieb sowie steigende Schülerzahlen etwas gemacht werden muss“. Ohne vorherige Abstimmung mit der Schulleitung und der Politik wollte Sap zum jetzigen Zeitpunkt aber noch keine näheren Angaben zur geplanten Sanierung und dem Ausbau der Grundschule machen. „Im Februar werden wir die Planungen im Ausschuss vorstellen.“