Moskau Operation „Arche Noah“: Was passiert, wenn Putin den Ukraine-Krieg verliert?
Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin läuft im Ukraine-Krieg vieles nicht nach Plan. Was passiert konkret mit dem Kreml-Chef, sollte er den Krieg verlieren? Nach Angaben eines ehemaligen Beraters liegen für einen solchen Fall Pläne in der Schublade. Codename: „Arche Noah“.
Es ist eine Frage, die sich Experten und Beobachter seit längerem stellen: Was passiert mit Wladimir Putin, sollte er den Ukraine-Krieg verlieren? Viele Menschen fürchten, der Kreml-Chef könnte mit einem Atomschlag reagieren, sollte er irgendwann militärisch besiegt sein. Allerdings dementierte dies Putin selbst kürzlich.
So oder so, eine Niederlage für den russischen Präsidenten scheint nicht mehr unwahrscheinlich. Nach Angaben von „Euronews“ sollen auch viele Persönlichkeiten aus dem Umfeld von Putin eine Pleite im Ukraine-Krieg nicht mehr ausschließen. Das Nachrichtenportal beruft sich dabei auf Aussagen des ehemaligen Redenschreibers von Putin, Abbas Galljamow, die er auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichte.
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Der ehemalige Kreml-Berater behauptet darüber hinaus, es gebe konkrete Pläne, was mit Putin passiert, sollte dieser den Krieg in der Ukraine verlieren. Unter dem Codenamen „Arche Noah“ soll der Präsident demnach ins südamerikanische Exil evakuiert werden. Als Länder werden etwa Argentinien und Venezuela genannt. Laut Galljamow wurden die entsprechenden Fluchtpläne bereits im Frühjahr ausgearbeitet.
Weiter heißt es, dass im Kreml zunächst auch China als mögliche Option zur Flucht gehandelt wurde. Derartige Pläne habe Putin dann jedoch verworfen. „Die Chinesen sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt und verachten andere – insbesondere Verlierer – zu sehr“, zitiert der „Business Insider“ Galljamow.
Dagegen würden sich vor allem Venezuela gut für Putin eignen. Der Grund: Der russische Oligarch Igor Setschin pflegt seit längerem gute Beziehungen zum venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Daher sei Setschin mit dem Evakuierungsplan auch betraut, behauptet Galljamow.
Galljamow war zunächst von 2000 bis 2001 und dann noch einmal von 2008 bis 2010 der Redenschreiber des russischen Präsidenten. Seit 2018 lebt er im israelischen Exil, soll jedoch nach eigenen Angaben immer noch Informationen aus Putins Umfeld erhalten. Über die Operation „Arche Noah“ sagte er nun: „Normalerweise erzähle ich keine Insidergeschichten weiter, aber heute mache ich eine Ausnahme. Erstens vertraue ich der Quelle voll und ganz, und zweitens sind die Informationen sehr interessant.“