Sprachprobleme  Der Staat muss es ausbügeln

Stephanie Witte
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Ein Kommentar von Stephanie Witte
| 08.12.2022 17:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Wortschatz von Viertklässlern weist teils große Lücken auf. Foto: Gollnow/DPA
Der Wortschatz von Viertklässlern weist teils große Lücken auf. Foto: Gollnow/DPA
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Eine neue Studie weist auf große sprachliche Probleme bei Grundschülern hin. Das ist nicht zu unterschätzen.

Es ist lange bekannt, dass viel zu viele Schüler große Probleme mit der deutschen Sprache haben. Der eigentliche Skandal ist, dass die Bildungspolitik offenbar nichts daran ändert. Und auch die neueste Studie zu Grundschülern bestätigt einmal mehr: Der sprachliche Erfolg hängt maßgeblich davon ab, wie sehr Kinder zu Hause gefördert werden.

Mehr als ein Fünftel der befragten Kinder gab an, selten bis nie ein Buch in der Hand zu halten. Stattdessen sind viele in Chats unterwegs, in denen Grammatik und Rechtschreibung in die Rubrik Freiwilligkeit fallen. Die Konsequenz: schlechte Ergebnisse in der Schule und wenig Erfolgsaussichten im Berufsleben. Vieles davon hat schlicht mit fehlender Bildung zu tun und nicht mit den intellektuellen Fähigkeiten der Erstklässler.

Eigentlich ist es an den Eltern, ihre Kinder ans Lesen heranzuführen. Versäumen die Eltern das, ist der Staat in der Pflicht, systematisch zu fördern. In der Schule heißt das konkret, Schüler mit spannenden Geschichten zu begeistern, Ehrgeiz beim Lesen zu wecken und Kinder zu motivieren, sich kreativ in der deutschen Sprache auszuprobieren. Das umzusetzen, ist Aufgabe der Bildungspolitiker der Länder und letztlich jeder einzelnen Schule. Es muss sichergestellt werden, dass jeder Schüler und jede Schülerin die Grundschule mit einem Mindestmaß an sprachlicher Kompetenz verlässt.

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