Osnabrück Warum es ok ist, Weihnachtsmärkte nicht zu mögen – sieben Gründe
In der Vorweihnachtszeit gehört der Besuch des Weihnachtsmarktes für viele einfach dazu. Aber warum eigentlich? Sieben Gründe, die dafür sprechen, lieber zu Hause zu bleiben.
Im Dezember zieht es Freunde, Kollegen und Familien auf die Weihnachtsmärkte. Eine gute Gelegenheit, die Lieben zu sehen. Was aber, wenn man nicht gerne zum Weihnachtsmarkt geht? Hier sind einige Gründe, die Sie anbringen können, wenn mal wieder alle an die Glühweinbude wollen.
1. Es ist zu kalt. Vom Stehen sind die Füße irgendwann durchgefroren, und Glühwein wärmt nur kurzfristig.
2. Im Stehen zu essen und zu trinken ist ungemütlich. Viel lieber sitze ich in einem Restaurant oder einer Bar.
3. Abends und an den Wochenenden schieben sich die Massen durch die engen Gänge. Es ist zu voll. Das führt unweigerlich dazu, dass man angerempelt wird und sich im schlimmsten Fall Glühwein über die Jacke schüttet.
4. Glühwein! Es ist mir komplett rätselhaft, wie Menschen den Großteil des Jahres damit angeben, welchen edlen Tropfen sie extra aus diesem einen Weingut in der Provence mitgebracht haben. Wie vorzüglich sich die leichte Säure des Alkohols mit der Süße der Sauvignon-Blanc-Traube verbindet. Und im Dezember schütten sie sich tassenweise übersüßten, heißen Rotwein rein, nur weil bald Weihnachten ist. Natürlich macht es Sinn, etwas Warmes zu trinken, denn siehe Punkt 1. Aber warum muss es so furchtbar schmecken? Und dafür so teuer sein?
5. Auch wenn Städte und Kommunen sich bemühen, die Märkte vielseitig zu gestalten, geht es am Ende um Glühwein und Mantaplatten. Zwischen den großen Glühweinbuden, um die sich die Menschen drängen, finden sich vereinzelt kleine Stände mit Holzarbeiten, Sternen oder Kinderspielzeug. Aber das Angebot der Buden variiert kaum. Jede Wette: Alles, was schön und erschwinglich ist, besitzen die Leute längst.
6. Weihnachtsmärkte habe oft eine Schließzeit. Das nehmen Besucher regelmäßig zum Anlass, um in kurzer Zeit sehr viel zu trinken. Also erlebt man bereits um 21 Uhr das, was Feiernde sonst nur aus Diskotheken morgens um 5 Uhr kennen: taumelnde und lallenden Menschen, deren undeutliche Gespräche immer lauter werden.
7. Vielleicht hatte ich bei meinem letzten Ausflug zum Weihnachtsmarkt nur Pech, aber wir standen neben einem Kettenkarussell, in dem abwechselnd Rolf Zuckowskis Weihnachtsbäckerei und Jingle Bells lief. Die Musikauswahl ist ausbaufähig.
Viel schöner als jeder Weihnachtsmarktbesuch ist es für mich, Freunde nach Hause einzuladen – da schmeckt der Alkohol besser und keiner muss frieren.