Grüneres Moormerland  Hausbesitzer können auf Prämie für ihre neue Hecke hoffen

Karin Lüppen
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Von Karin Lüppen
| 05.12.2022 10:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Eine schöne Hecke, zum Beispiel aus Hainbuche, kann in Moormerland künftig mit einem 30-prozentigen Zuschuss gefördert werden. Foto: Pixabay
Eine schöne Hecke, zum Beispiel aus Hainbuche, kann in Moormerland künftig mit einem 30-prozentigen Zuschuss gefördert werden. Foto: Pixabay
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Wer auf seinem Grundstück einheimische Gehölze pflanzt, soll dafür künftig in Moormerland bis zu 500 Euro als Zuschuss bekommen.

Moormerland - Der Vorschlag ist schon mehrere Jahre alt, er kam sowohl von den Grünen als auch von der CDU – aber jetzt können Grundstücksbesitzer in Moormerland tatsächlich auf einen Zuschuss zur Pflanzung einer Hecke oder von Bäumen hoffen. Der Ausschuss für Klimaschutz und Gemeindeentwicklung gab ein einstimmiges Votum dafür ab.

Was und warum

Darum geht es: Die Gemeinde Moormerland will einen Anreiz geben, naturnahe Hecken und Bäume zu pflanzen.

Vor allem interessant für: Einwohner von Moormerland und Gartenfreunde

Deshalb berichten wir: An der Satzung für die geplante Förderung wird gerade gearbeitet.

Die Autorin erreichen Sie unter: k.lueppen@zgo.de

Über Details wurde in der Sitzung noch diskutiert. Man einigte sich jedoch, von zwei Varianten die jeweils höhere zu nehmen: So soll es nach Ansicht des Gremiums bei der Neupflanzung 30 Prozent des Warenwertes, ohne Arbeitskosten, gezahlt werden. Maximal würde es 500 Euro geben. Allerdings sollen die Hecke oder der Baum mindestens zehn Jahre lang wachsen, sonst muss die Förderung zurückgezahlt werden.

Grüne Büsche kontra Schottergarten

Der CDU, die den aktuellen Vorschlag eingereicht hatte, geht es darum, unansehnliche Metallzäune zu verdrängen, wie Martin Janßen betonte. Das möchte auch die SPD erreichen: „Wir sehen, dass zunehmend Schottergärten angelegt werden und wollen den Anreiz geben, stattdessen Hecken zu pflanzen“, so die Ausschussvorsitzende Eelke Smit. Der Zuschuss soll dann gezahlt werden, wenn einheimische Gehölze verwendet werden, die mit der Klimaveränderung klarkommen, unterstrich Dietmar Fecht (SPD).

Angelika Beuing (Grüne) regte an, nach einem Jahr zu evaluieren, ob die Förderung die gewünschte Wirkung zeigt und ob der Maximalbetrag von 500 Euro ausreichend ist. Die Verwaltung hat das aufgenommen. In die Satzung soll eine Liste von Gehölzen aufgenommen werden, für die eine Förderung in Betracht kommt.

Hesel zahlt Förderung schön länger

In der Samtgemeinde Hesel gibt es derartige Zuschüsse bereits seit mehreren Jahren. „Das läuft ganz erfolgreich“, versicherte Samtgemeindebürgermeister Uwe Themann. Jährlich werde ein Betrag von 10.000 Euro in den Haushalt aufgenommen, aus dem die Zuschüsse gezahlt werden. „Dieser Betrag wurde im vergangenen Jahr ausgeschöpft und in diesem Jahr auch schon“, so Themann.

Allerdings gibt es aus dem Topf nicht nur eine Förderung für die Anpflanzung von heimischen Bäumen, sondern zum Beispiel auch für Lastenfahrräder oder den Bau einer Zisterne, in der Regenwasser zur Nutzung im Garten aufgefangen werden kann, für Dachbegrünung oder Feuchtbiotope. Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Gemeinde. Der Klimamanager, der vor einem halben Jahr eingestellt wurde, soll für dieses Programm werben.

Wallhecken gehören in der Samtgemeinde Hesel zum Landschaftsbild. Foto: Archiv
Wallhecken gehören in der Samtgemeinde Hesel zum Landschaftsbild. Foto: Archiv

„Wir sprechen überdies Bürger gezielt an, ob sie zum Beispiel eine Wallhecke anlegen würden“, so der Samtgemeindebürgermeister. Schließlich wolle die Samtgemeinde diesen Landschaftstyp erhalten. Wird irgendwo eine Wallhecke, zum Beispiel für einen Neubau, entfernt, muss dieser mit der Neuanlage in doppelter Länge ausgeglichen werden. Daran könnten sich Bürger auf ihrem Grundstück beteiligen, so Themann. Die Gemeinde unterstütze das finanziell.

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