Berlin Achtung, Autofahrer: Diese Regeln gelten ab 2023
Das kommende Jahr bringt für Autofahrer einige Veränderungen mit sich. Um keinen Punkt in Flensburg zu riskieren, sollte man vor dem Jahreswechsel die neuen Regeln kennen.
Bereits in diesem Jahr gab es einige Änderung für Autofahrer. Neue Verkehrsschilder sorgten beispielsweise für Verwirrung. Auch das Jahr 2023 bringt neue Regelungen mit, die beachtet werden sollen.
Bevor die Fahrt im Auto losgehen kann, steht für einige Autofahrer ein Umstieg an: Genau wie in diesem Jahr gilt auch 2023 eine Übergangsfrist für den neuen Führerschein. Noch bis Ende Januar müssen die Jahrgänge 1959 – 1964 ihren Führerschein umtauschen. Dabei geht es um die grauen, rosa oder DDR-Papier-Führerscheine (ausgestellt vor dem 1. Januar 1999). Wer das verpasst, muss mit einem Bußgeld rechnen.
Zwar flaut die Pandemie wieder ab, eine Maske ist jedoch auch 2023 im Auto Pflicht. Die Maske muss aber nicht getragen werden, sondern gehört ab dem kommenden Jahr in den Verbandkasten. Seit dem 1. Februar 2022 gilt zwar bereits die neue DIN-Norm für Verbandskästen, es gibt aber eine Übergangsfrist bis Ende Januar 2023.
Dabei ist es egal, ob es eine OP- oder FFP2-Maske ist. Hauptsache, es sind zwei im Verbandkasten vorhanden. Wer nicht nachrüstet, riskiert ein Verwarngeld von fünf Euro. Halter zahlen 10 Euro, wenn sie jemand anderen mit ihrem Auto und ohne Maske fahren lassen.
Und es gibt weitere Änderungen im Verbandkasten: Statt zwei Dreieckstüchern reicht eins, Verbandstücher braucht man in Zukunft gar nicht mehr.
2023 könnte für einige Autofahrer noch teurer werden, für andere sogar günstiger. Wie der ADAC schreibt, werden die Typklassen für 8,1 Millionen Fahrzeughalter teurer, für 4,8 Millionen dagegen günstiger. Andere sind fein raus: Für 29,3 Millionen ändert sich die Typklasse 2023 nicht.
Entscheidend sind für die Berechnung in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Leistungen für geschädigte Unfallgegner. Bei der Kaskoversicherung zählt beispielsweise der Wert des Autos. Teuer könnte es also für hochmotorisierte Oberklassemodelle und SUVs werden, weil sie eine hohe Typklasse haben. Kleinwagen und ältere Autos haben eine niedrigere Klasse.
Das System dahinter ist leicht zu durchschauen: Die Statistik der Typklassen des GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) richten sich nach rund 32.000 verschiedenen Auto-Modellen und wie oft sie in einen Unfall verwickelt waren. Je weniger Schäden mit einem Model verursacht werden, desto niedriger ist die Typklasse.
Einige Autofahrer haben vielleicht für das kommende Jahr einen guten Vorsatz gefasst und sich entschieden, ein Plug-in-Hybrid zu kaufen. Doch Vorsicht: Die staatliche Förderung durch den Umweltbonus läuft aus - es gibt nur noch geringe Prämien. Die Förderung soll auch nur noch für Privatpersonen gelten.
Der Anteil des Bundes liegt für batterieelektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge mit Nettolistenpreis bis zu 40.000 Euro statt 6.000 Euro dann nur noch bei 4.500 Euro, mit Nettolistenpreis zwischen 40.000 Euro und bis zu 65.000 Euro statt 5.000 nur noch bei 3.000 Euro.
Aktuell normalisieren sich die Benzin-Preise ein wenig. Wegen des Ukraine-Krieges und der Inflation ist aber unklar, wie lange das anhält. Eine Entlastung steht aber schon an: Wegen der aktuellen Lage wird die geplante höhere Stufe für CO₂-Abgaben auf Benzin und Diesel verschoben. Eigentlich sollte der Preis pro Tonne CO₂ auf 35 Euro steigen. Für 2023 bleibt es aber erst einmal bei 30 Euro.