Haushaltsplan 2023 für Ostrhauderfehn Pläne für Überdachung des Schwimmbeckens auf Eis gelegt
Das Projekt in Holterfehn wird zumindest im kommenden Jahr nicht realisiert. Ostrhauderfehns Bürgermeister spricht von „hohen finanziellen Belastungen“ für die Kommune.
Ostrhauderfehn - Die aktuelle Inflation, die gestiegenen Energiekosten, die hohen Baukosten, die zusätzlichen Kosten aufgrund der steigenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen und die Unterbringung der Ukrainer, die vor dem Angriffskrieg der Russen aus ihrer Heimat fliehen, haben auch Auswirkungen auf den Haushaltsplan 2023 der Gemeinde Ostrhauderfehn. „Wir sprechen von extremen finanziellen Belastungen für unsere Gemeinde. Wir müssen schauen, ob wir überhaupt noch Luft für freiwillige Ausgaben haben“, sagte Ostrhauderfehns Bürgermeister Günter Harders in einem Gespräch mit dieser Zeitung kurz vor der Sitzung des Ausschusses für Finanzen am späten Montagnachmittag.
Die Mitglieder des Fachausschusses haben während der Sitzung im Vereins- und Gemeindezentrum über den Haushaltsplan für 2023 beraten und das Zahlenwerk, das im Ertragshaushalt ein Defizit in Höhe von rund 1,96 Millionen Euro ausweist, einstimmig verabschiedet.
50.000 für Planungskosten eingeplant
Auf jeden Fall haben die Fraktionen in den Tagen vor der Sitzung noch einmal intensiv geprüft, welche Investitionen notwendig sind, und welche aufgrund der aktuellen finanziellen Lage zurückgestellt werden könnten.
Ein Projekt, dass zunächst mit 550.000 Euro im Haushaltsplan für 2023 berücksichtigt werden sollte, war die Überdachung des Lehrschwimmbeckens in Holterfehn. „Es sollte überdacht werden, um so die Nutzungszeiten zu verlängern“, sagte Lydia de Boer, die Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters und Leiterin des Fachbereichs Finanzverwaltung. Sie ist außerdem Kämmerin. Die Finanzexpertin machte deutlich, dass es „noch nie so schwer gewesen sei, aufgrund der Gesamtumstände den Haushaltsplan für das kommende Jahr aufzustellen“. Im umfangreichen Zahlenwerk findet sich zwar der Punkt „Lehrschwimmbecken Baumaßnahmen“ wieder, vom ursprünglich angedachten Ansatz in Höhe von 550.000 Euro sind aber nur noch 50.000 Euro für Planungskosten berücksichtigt worden.
Die Gemeinde wird aber auch investieren. So sind beispielsweise 725.000 Euro für den Kauf der Kindertagesstätte Potshausen und 600.000 Euro für die Erweiterung der Grundschule Ostrhauderfehn eingeplant worden.