Kickers verliert in Rehden  Emmerling sieht „bitterste Saisonniederlage“

| | 20.11.2022 15:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ein Missverständnis zwischen Marvin Eilerts (Foto) und Milad Faqiryar führte zum 1:1. Archivfoto: Doden/Emden
Ein Missverständnis zwischen Marvin Eilerts (Foto) und Milad Faqiryar führte zum 1:1. Archivfoto: Doden/Emden
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Kickers Emden kommt in der Regionalliga einfach nicht vom Fleck. Auch eine Halbzeitführung in Rehden reichte nicht zum erhofften Sieg. Ein kapitaler Abwehrfehler leitete die Schlappe ein.

Rehden - Wenn sich die Anhänger von Kickers Emden mal eine Halbzeit in einem Auswärtsspiel wünschen könnten, dann hätten sie sich vielleicht für die erste beim BSV Rehden entschieden. Der Regionalliga-Aufsteiger ging ganz früh in Führung, ließ kaum Chancen zu und sorgte selber noch in einigen Szenen für Entlastung.

Doch am Ende standen die Ostriesen wieder mit leeren Händen da, Rehden drehte die Partie noch und gewann letztlich glücklich mit 2:1 (0:1). „Das war die bitterste und schmerzhafteste Niederlage der bisherigen Saison, weil sie so überflüssig war. Wir haben den Gegner durch einen blöden Fehler wieder stark gemacht“, ärgerte sich Trainer Stefan Emmerling auch einen Tag nach der Partie noch über die vermeidbare Pleite.

Harmlose Situation

Damit spielte er direkt auf die entscheidende Szene an, denn eine eigentlich völlig harmlose Situation entwickelte sich zum Gegentreffer. Nach einem hohen Rehdener Ball wurde die Kugel per Kopf verlängert. Die Emder Innenverteidiger Marvin Eilerts und Milad Faqiryar waren schnell zur Stelle. Doch anstatt direkt zu klären, gab es ein Missverständnis zwischen den beiden.

Spieldaten

Kickers Emden: Djokovic, Konda (81. Cordes), Eilerts, Faqiryar, Goosmann (90. Bamezon), Köster (90. Issa), Sillah (81. Visser), N‘Diaye, Steffens, Niehues (81. Jabbie), Adeniran

Tore: 0:1 Adeniran (6.), 1:1 Jobe (57.), 2:1 Sindik (65.)

Am Ende versuchte Faqiryar noch per Kopf den Ball zu Keeper Djokovic zu spielen. Doch Ebrima Jobe sprintete dazwischen, ließ die beiden ganz alt aussehen, umkurvte noch Torhüter Issak Djokovic und schob zum Ausgleich ein. „Die Situation war ganz einfach zu bereinigen. Hätte es noch länger 1:0 für uns gestanden, hätten sich auch Räume ergeben. Es war möglich, in Rehden zu gewinnen“, meinte Emmerling.

Adeniran reaktionsschnell

Damit lag er richtig, denn nach dem frühen Tor durch Ayo Adeniran (6.) war von Rehden nicht viel zu sehen. André N‘Diaye ließ gleich zwei Gegenspieler stehen. Sein Pass auf rechts kam zwar nicht an, aber Adeniran erfasste die Situation, sprintete dazwischen und schloss energisch zum 1:0 ab. So hatten sich die Emder den Start vorgestellt. Um ein Haar hätte Nick Köster kurz vor dem Halbzeitpfiff sogar noch auf 2:0 erhöhen können. „Die erste Halbzeit ging ganz klar an uns. Ja, wir haben wieder verloren. Die Tendenz zeigt aber ganz klar nach oben, die Spiele sind nicht hoffnungslos“, wollte Emmerling dem Auftritt etwas Positives abgewinnen.

Stefan Emmerling sah eine starke erste Halbzeit seiner Mannschaft. Archivfoto: Wagenaar
Stefan Emmerling sah eine starke erste Halbzeit seiner Mannschaft. Archivfoto: Wagenaar

Nach dem Ausgleich hatte Rehden Oberwasser, mit einem starken Außenrist-Schuss von der Strafraumgrenze gelang Sindik (65.) der Siegtreffer. Bitter für die Emder, dass sich Milad Faqiryar noch die fünfte Gelbe Karte einhandelte. In der 75. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Rempler an Memesevic auf den Punkt und verwarnte Faqiryar. Keeper Djokovic ahnte aber die Ecke nach einem Schuss von Niklas Kiene und hielt seine Mannschaft im Spiel.

Emder hadern mit Schiedsrichter

Die Emder haderten dann noch mit einer Szene auf der Gegenseite. Ayo Adeniran (85.) wurde ebenfalls von seinem Gegenspieler umgerannt, in dieser Situation blieb der Pfiff allerdings aus. „Für mich war das ein klarer Elfmeter, sogar noch eher als auf der Gegenseite. Aber das Nachkarten hilft nicht weiter. Wir haben den Fehler gemacht, da muss man nicht auf andere schauen“, so Emmerling. Mit der Partie in Rehden endete die Hinrunde. Mit nur sieben Punkten eine magere Bilanz. Nach den letzten Vorstellungen besteht Hoffnung, dass in der Rückrunde mehr dazukommen.

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