4:2-Erfolg gegen Wilhelmshaven  Nach Durststrecke zweiter Firreler Sieg in sechs Tagen

| | 11.11.2022 22:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Traf zum 4:2-Endstand: Tim Schouwer. Foto: Doden
Traf zum 4:2-Endstand: Tim Schouwer. Foto: Doden
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Eine optimale Woche erlebte der ostfriesische Landesligist. Die Partie gegen Frisia bot in der ersten Halbzeit kaum Verschnaufpausen. Nach dem Wechsel fiel fast ein kurioses Eigentor.

Firrel - Nach sechs sieglosen Spielen mit vier Pleiten in Serie hat Grün-Weiß Firrel in Rekordzeit die Trendwende geschafft. Der Fußball-Landesligist gewann nach dem 1:0-„Pflichtsieg“ am Sonntag gegen Schlusslicht Steinfeld nun am Freitagabend auch mit 4:2 gegen Frisia Wilhelmshaven und baute den Vorsprung auf die ersten Abstiegsplätze weiter aus. „Das waren drei wichtige Punkte gegen einen Tabellennachbarn“, freute sich Firrels Trainer Bernd Grotlüschen.

Die 250 Zuschauer bekamen in der ersten Halbzeit beste Fußball-Unterhaltung geboten. Keine zwei Minuten war das Spiel alt, da traf Manuel Suda schon zum 1:0. Nach tollen Steckpass von Reinhard Grotlüschen vollendete er zur frühen Firreler Führung. In der temporeichen Partie, in der Firrel direkt viel Druck aufbaute, glückte mit der zweiten Chance das 2:0. Der Ball sprang nach einem knallharten Schuss von Lasse Härtel aus 20 Metern vom Innenpfosten wieder ins Feld und Steef Borgman vor die Füße, der abstaubte (7.).

Nach 18 Minuten steht es 2:2

Frisia wiederum zeigte sich auch effizient. Nach starker Vor-Arbeit vom Ostfriesen Sebastian Bloem – früher Kickers Emden – schoss Tim Rister zum 2:1 ein (11.). Lucas Janßen vergab dann die Riesenchance zum 2:2, weil Pascal de Buhr bravourös parierte. Das gelang dann kurz darauf Pascal Buchheim nach einem Firreler Fehlpass. Da waren gerade einmal 18 Minuten gespielt. „Ärgerlich, dass wir nach dem sehr guten Start Frisia so schnell wieder haben zurückkommen lassen“, sagte Bernd Grotlüschen.

Die Partie bot kaum Verschnaufpausen, so hoch war das Tempo in einer nun ausgeglichenen Begegnung, in der eine einstudierte Eckvariante den Gastgeber wieder in Führung brachte. Eine Ecke auf den ersten Pfosten wurde mit dem Kopf verlängert und der eingelaufene Verteidiger Henning Röbke traf gegen seinen Ex-Verein Frisia mit einer Direktabnahme zum 3:2. Er war erst im Sommer aus Wilhelmshaven nach Firrel gekommen. Danach gab es bis zur Pause keine klaren Chancen mehr.

Firrel trifft selbst fast zum 3:3

Nach dem Wechsel nahm die Intensität in den Aktionen ab, in den Zweikämpfen aber nicht. Die Teams lieferten sich teils rassige Duelle. Firrel zog sich etwas zurück. Doch viel mehr als optische Überlegenheit sprang für die Jadestädter nicht heraus. Die beste und im Grunde einzige klare Chance zum 3:3 kreierte Firrel selbst. Torwart Pascal de Buhr wollte den Ball wegschlagen, traf aber einen Mitspieler. Der Ball trudelte Richtung Torlinie, aber de Buhr sprintete zurück und machte seinen Fehler wieder gut.

Als dann Frisia nach Gelb-Rot für Orgest Buzi (wiederholtes Foulspiel) ab der 80. Minute nur noch zu zehnt spielte, traute sich der Gastgeber wieder etwas mehr zu. Prompt traf Borgmann mit einem Schlenzer die Latte (83.), Tim Schouwer mit einem platzierten Schuss zum entscheidenden 4:2 (85.) und Manuel Suda kurz darauf den Pfosten (86.).

„Unterm Strich ist es eine verdiente Niederlage für uns, weil wir in der ersten Halbzeit auch zu viele Fehler gemacht haben“, sagt Frisia-Trainer Sven Glöckner, in Ostfriesland schon den TuS Esens und TuS Middels trainiert hatte.

Firrel: de Buhr; Vietor, Ra. Grotlüschen, Röbke, Koch, Schouwer, Olbrys, Härtel, Borgman (89. J. Grotlüschen), Re. Grotlüschen, Suda (92. Topcu).

Tore: 1:0 Suda (2.), 2:0 Borgman (7.), 2:1 Rister (11.), 2:2 Buchheim (18.), 3:2 Röbke (31.), 4:2 Schouwer (85.).

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