Energie-Genossenschaft  Bürger in Detern stehen vor Übernahme von Windkraftanlage

Tobias Rümmele
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Von Tobias Rümmele
| 14.11.2022 09:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Zum Jahreswechsel soll eine Windkraftanlage aus einem bereits bestehenden Windpark übernommen werden. Foto: Oltmanns
Zum Jahreswechsel soll eine Windkraftanlage aus einem bereits bestehenden Windpark übernommen werden. Foto: Oltmanns
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Schon bald könnten Einwohner von Detern eine Windkraftanlage übernehmen. Eine Genossenschaft steht in den Startlöchern.

Detern - In Detern wollen Bürgerinnen und Bürger eine Windkraftanlage übernehmen. Nun rückt die Übernahme näher. Inzwischen habe man sämtliche dafür notwendigen Voraussetzungen erfüllt, teilt die Bürger-Energiegenossenschaft Detern mit. „Dem Kauf der Anlage steht nichts mehr im Wege.“ Gleichzeitig kündigt die Genossenschaft an, dass sich Bürgerinnen und Bürger mit mehr Kapital als ursprünglich geplant an der Anlage beteiligen können.

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Das Interesse aus der Bevölkerung an dem Projekt sei riesig, heißt es von der Genossenschaft. „Unsere Info-Veranstaltungen waren sehr gut besucht, und viele Deterner haben sich bereits für den Erwerb von Anteilen entschieden.“ Die Bürger-Genossenschaft war Ende September offiziell gegründet worden. Sie ermöglicht es Einwohnern der politischen Gemeinde Detern, sich finanziell an der Produktion von grünem Strom auf dem Gemeindegebiet zu beteiligen und davon zu profitieren. Dafür soll zum Jahreswechsel eine Windkraftanlage aus einem bereits bestehenden Windpark übernommen werden.

Kapitalgrenze erhöht

„Viele Bürgerinnen und Bürger sind mit dem Wunsch an uns herangetreten, sich mit mehr Kapital beteiligen zu können als bislang vorgesehen“, teilt die Genossenschaft mit. Diesem Wunsch sei man nachgekommen. Ursprünglich sollten pro Einwohner höchstens vier Anteile zu je 500 Euro vergeben werden. „Im Verhältnis dazu fällt der Verwaltungsaufwand allerdings recht hoch aus“, so die Genossenschaft. Immerhin müssten die Investoren auch steuerliche Aspekte berücksichtigen. Beispielsweise falle für die Anteile Kapitalertragssteuer an.

Um das Verhältnis von Kosten und Nutzen zu verbessern, hätten die Gründungsmitglieder, der Aufsichtsrat sowie der Vorstand der Bürger-Genossenschaft nun einer Erhöhung der maximalen Beteiligung zugestimmt. Nun werden pro Einwohner bis zu zwölf Anteile à 500 Euro vergeben. Einwohner der Gemeinde können also pro Kopf bis zu 6000 Euro investieren. „Alle, die bereits Anteile gezeichnet haben, werden vorrangig behandelt, wenn sie ihre Beteiligung nun noch einmal erhöhen wollen“, heißt es in der Mitteilung. Zugleich seien neue Investoren herzlich willkommen.

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