Fehntjer siegen mit 5:1  Auch Germania Leer kann Großefehn nicht stoppen

Helmut Borgmann
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Von Helmut Borgmann
| 06.11.2022 14:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Germania Leer brachte die Großefehner Defensive um Sven Adam (rechts) und Paul Meyerhoff nur selten in Verlegenheit. Wenn, dann war Torschütze Zion Ayodele (links) meist daran beteiligt. Foto: Steenhoff
Germania Leer brachte die Großefehner Defensive um Sven Adam (rechts) und Paul Meyerhoff nur selten in Verlegenheit. Wenn, dann war Torschütze Zion Ayodele (links) meist daran beteiligt. Foto: Steenhoff
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Der Vormarsch des Tabellenzweiten der Bezirksliga geht weiter. Der SVG erspielte sich einige Chancen. Um auf die Siegerstraße zu kommen, gab es aber ungewollt „Hilfe“ aus Leer.

Großefehn - Ein unterhaltsames und torreiches Bezirksligaspiel bekamen die 150 Zuschauer am Samstagnachmittag in Großefehn zu sehen. Dort hatte der Tabellenzweite aus Großefehn den Traditionsverein VFL Germania Leer zu Gast und gewann mit 5:1 Toren. Zur Halbzeit hatte es noch 1:1 gestanden. Doch im zweiten Abschnitt erzielten dann die spielstarken Gastgeber noch vier Treffer und festigten mit 34 Punkten ihren zweiten Tabellenplatz.

Auch Hauke Specht erzielte wieder einen Treffer. Allerdings nicht in dieser Szene. Foto: Steenhoff
Auch Hauke Specht erzielte wieder einen Treffer. Allerdings nicht in dieser Szene. Foto: Steenhoff

Entsprechend zufrieden zeigte sich nach Spielschluss Großefehns Trainer Bi Le Tran: „Unsere offensive Aufstellung hat sich heute bewährt. Nach sehr starker Anfangsphase war Mitte der ersten Halbzeit ein Bruch in unserem Spiel. Aber wir haben in der zweiten Hälfte zum Glück wieder die Kurve gekriegt und zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt.“

Großefehn gibt direkt Vollgas

Die kombinationssicheren Gastgeber legten los wie die Feuerwehr und stürzten die neu formierte Germaniaabwehr von einer Verlegenheit in die andere. Einziges Manko der Gastgeber in der ersten Viertelstunde war die geringe Torausbeute, denn Tobias Hillers, Hauke Specht und zweimal Tom Böhling ließen zum Teil faustdicke Möglichkeiten ungenutzt. Danach kamen die Gäste besser ins Spiel und hatten durch Jayden Plassaer in der 24. Minute die große Chance, in Führung zu gehen. Nach einem gut getimten Eckball von Kristiyan Zarkov war Plassaer am Elfmeterpunkt plötzlich ungedeckt, schoss aber einen Abwehrspieler an.

In der 35. Minute wurden die Gastgeber dann endlich für ihre zahlreichen Offensivbemühungen belohnt. Torjäger Hauke Specht brauchte nach toller Vorarbeit von Helge Janssen über die rechte Seite in Mittelstürmerposition nur noch den Fuß hinzuhalten, um aus fünf Metern die Führung zu erzielen. Die Gäste zeigten sich aber keineswegs geschockt und hatten durch eine Einzelleistung von Zion Ayodele, der gleich drei Abwehrspieler stehen ließ, die nächste Tormöglichkeit. Doch der Schuss von Germanias Angreifer landete nur am Außennetz.

Doppelschlag zum 2:1 und 3:1

Der nächste Angriff der Gäste brachte dann den Ausgleich. Nach einem schönen Chipball von Germanias Kapitän Nick Kaßmann über die gesamte Abwehr hinweg behielt Zion Ayodele die Nerven und erzielte per Lupfer über Keeper Hendrik Weßling den 1:1-Ausgleich.

Nachdem zu Beginn der zweiten Hälfte ein Kopfball von Torjäger Specht nur knapp sein Ziel verfehlt hatte, ereignete sich die entscheidende Szene des Spiels in der 51. Minute. Gästetorwart Tom-Lukas Bünting spielte beim Spielaufbau das Leder Helge Janssen direkt vor die Füße. Dieser hatte keine Mühe zum 2:1 zu erhöhen. Nur zwei Minuten später erzielte der gleiche Spieler nach einem Eckball aus dem Gewühl heraus das vorentscheidende 3:1. Gegen nun stark nachlassende Gäste erhöhten Andreas Flessner per Kopf und der eingewechselte Janek Freudenberg das Ergebnis auf 5:1.

Frank Bajen bewertete den Sieg der Gastgeber als verdient. Foto: Steenhoff
Frank Bajen bewertete den Sieg der Gastgeber als verdient. Foto: Steenhoff

Nach Spielschluss zog Germanias Trainer Frank Bajen folgendes Fazit: „Wir haben uns mit unserer stark ersatzgeschwächten Truppe bei einer Spitzenmannschaft heute gut geschlagen. Der Sieg von Großefehn ist absolut verdient, fiel aber um ein bis zwei Tore zu hoch aus.“

Spieldaten

Großefehn: Weßling, Janssen (68. Freudenberg), Sievers, Müller (58. King), Böhling, Flessner, Dirks, Specht, Hillers (80. Krüsmann), Meyerhoff (46. Aden), Adam

Leer: Bünting, D. Goguadze, Ayodele (63. Scholte), Kaßmann, Plassaer, Steinbach, Metkelawi, G. Goguadze, Zarkov (56. Jarrett), Campos, Schick

Tore: 1:0 Specht (33.), 1:1 Ayodele (44.), 2:1 u. 3:1 Janssen (51. u. 53.), 4:1 Flessner (80.), 5:1 Freudenbeg (90.)

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