Scharhorod  Tonnenweise Nahrung, Windeln und Medizin: „Wir sind sehr dankbar“

Michael Clasen
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Von Michael Clasen
| 03.11.2022 12:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Kümmert sich um die Verteilung: Bogdan Solovey, 28. Foto: Michael Clasen
Kümmert sich um die Verteilung: Bogdan Solovey, 28. Foto: Michael Clasen
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Tonnenweise Hilfsgüter hat unsere Mediengruppe NOZ/mh:n MEDIEN in die Ukraine gebracht. Die Helfer vor Ort sind für die Unterstützung sehr dankbar.

Windeln, Babynahrung, Nudeln, Knäckebrot, Schokolade und vieles mehr stapeln sich auf den Paletten in einem Keller unter einem kleinen Möbelhaus in Scharhorod. Die Kleinstadt in der Westukraine in der Nähe zur Grenze zu Moldau hat rund 7500 Einwohner. Durch den Krieg flohen Menschen aus umkämpften Teilen des Landes hierher, um Schutz zu finden.

Der Hilfstransport musste von Norddeutschland aus mehr als 1750 Kilometer zurücklegen und viele bürokratischen Hürden nehmen. Vor allem an der Grenze zur Ukraine bilden sich oft lange Lkw-Schlangen. Bis ein Lastwagen die Grenze passieren kann, kann weit über eine Woche vergehen. Da dieser Hilfstransport angemeldet worden war, konnte der Fahrer die Grenze „schon“ nach sieben Stunden überqueren, wie Paul Hagen aus Osnabrück erzählt, der den Kontakt zu der ukrainischen Hilfsorganisation hält.

Mitarbeiter der Mediengruppe, zu der unter anderem die Verlagshäuser Neue Osnabrücker Zeitung, medienhaus:nord und Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag sowie die NEXT NOZ Expert Team und die GROW Digital Group gehören, hatten durch Spenden zu der Hilfsaktion beigetragen.

Verleger und Herausgeber Jan Dirk Elstermann war es ein Herzensanliegen, den Menschen in dem kriegsgebeutelten Land zu helfen. Insgesamt kam durch die Spenden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von NOZ/mh:n MEDIEN eine Summe in Höhe von mehr als 50.000 Euro zusammen.

Die Hilfsgüter aus Deutschland verwaltet vor Ort die ukrainische humanitäre Organisation Sila Widrodszenja. Seit Beginn wurden rund 5000 Flüchtlinge mit Lebensmitteln (Mehl, Zucker, Haferflocken, Nudeln, Konserven wie Soljanka, Schokolade), Kleidung und Hygiene-Artikeln (Flüssigseife, Seife, Duschgel, Shampoo, Deo, Windeln für Erwachsene) versorgt.

„Wir sind für die Hilfe aus Deutschland sehr dankbar“, sagt Bogdan Solovey beim Besuch unserer Redaktion vor Ort. Der 28-Jährige kümmert sich gemeinsam mit Freiwilligen um die Verteilung der Hilfsgüter. Von 10 bis 15 Uhr können werktäglich Bedürftige dort Unterstützung bekommen. Angehörige von Soldaten und das örtliche Militär wandten sich mittlerweile ebenfalls an das Team und fragten Hilfe an. Da auch Medikamente geliefert wurden, begann das Team Erste-Hilfe-Sets für Soldaten zu packen und bereitet weitere Unterstützung vor. Mittlerweile wurden mehr als 500 Sets verteilt. Derzeit sei das Lager gut gefüllt, doch das könnte sich durch den Winter schnell ändern, sagt Solovey.

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