Drogenkriminalität Sechs Festnahmen bei Razzien in Kreisen Leer und Cloppenburg
Die Polizei hat 14 Häuser in den Kreisen Leer und Cloppenburg durchsucht – und nicht nur Drogen mitgenommen. Es gibt einen Zusammenhang mit einem weiteren Einsatz.
Leer/Cloppenburg/Remels - Es ist ein Schlag gegen die organisierte Drogenkriminalität in der Region: Ein Großaufgebot der Polizei hat am Dienstagmorgen mehrere Gebäude in den Landkreisen Leer und Cloppenburg durchsucht. Wie die Polizeiinspektion Leer/Emden und die Staatsanwaltschaft Aurich mitteilen, haben die Einsatzkräfte sechs Personen festgenommen. Jan Wilken, Sprecher der Staatsanwaltschaft Aurich, zufolge, war in Ostfriesland vor allem der südliche Kreis Leer betroffen.
Bei den Durchsuchungen in den 14 „Wohnobjekten“ wurden nach Behördenangaben Drogen und Bargeld sichergestellt. Es wurden zudem Datenträger und Handys beschlagnahmt. Um welche Art von Betäubungsmittel es sich handelt, sagt Wilken auf Nachfrage der Redaktion nicht. Ebenfalls unklar bleibt zunächst, wie viele der festgenommenen Personen in Ostfriesland gemeldet sind und wie viele der durchsuchten Häuser sich im Kreis Leer beziehungsweise Cloppenburg befinden.
Staatsanwaltschaft bestätigt Zusammenhang mit Remels
Bereits am Dienstag war eine weitere Razzia der Polizei öffentlich geworden: Gegen 9.30 Uhr waren schwer bewaffnete Beamte mit mehreren Fahrzeugen zu einem Haus in der Bismarckstraße in Remels ausgerückt – unmittelbar neben dem Rathaus. Eigentümerin des Gebäudes ist die Gemeinde selbst, die darin bis 2024 ein Generationenhaus einrichten möchte. Derzeit nutzt es die Kommune aber noch als Unterkunft für geflüchtete Menschen. Auf Nachfrage bestätigt Wilken, dass dieser Einsatz mit den südlicher gelegenen Razzien in Zusammenhang steht.
„Ziel war allerdings kein Bewohner der Unterkunft“, sagt der Staatsanwalt. Stattdessen hätten die Ermittler den Hinweis bekommen, dass sich einer der Verdächtigen aus den südlicheren Gefilden aktuell im Bereich der Flüchtlingsunterkunft aufhalte – und dann zugeschlagen. Uplengens Bürgermeister Heinz Trauernicht hatte am Dienstag gesagt: „Wir verfolgen und begleiten das genau. Wir wollen wissen, was los ist.“ Die Information der Staatsanwaltschaft dürfte etwas Klarheit bringen.
An den großen Durchsuchungen waren außer der Polizeiinspektion Leer/Emden auch Kräfte der Bereitschaftspolizei Niedersachsen, der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta und des Zolls beteiligt. Vor Ort waren zudem Diensthundeführer der Polizeidirektion Osnabrück.
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