Rückkehr nach Unfallschaden  Fokko ist endlich wieder auf der 1. Südwieke

| | 02.11.2022 11:30 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bernd Haskamp steuert den Kran.
Bernd Haskamp steuert den Kran.
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Am Mittwoch ist Fokko an die 1. Südwieke in Rhauderfehn zurückgekehrt. Jetzt gibt es Infos zu den Reparaturkosten. Außerdem wurde bei der Instandsetzung etwas verändert.

Daumen hoch! So kennen die Fehntjer das Beton-Maskottchen Fokko, das in der 1. Südwieke in Westrhauderfehn stand und nun wieder steht. Exakt 185 Tage nach dem ein Lastwagen den 718-Kilo-Koloss gerammt hat, ist er am Mittwoch wieder auf seinen Stammplatz zurückgekehrt.

Zwei von Fokkos Vätern: Uwe Braak (links) und Heiner Fennen.
Zwei von Fokkos Vätern: Uwe Braak (links) und Heiner Fennen.

„Er ist wieder neu“, sagt Uwe Braak. Der Rhauderfehntjer hat Fokko nicht nur vor drei Jahren zum Fehnjubiläum mit seiner Nachbarschaft im Süden der 1. Südwieke gebaut, sondern nun auch gehegt und gepflegt.

Unfall beschädigte Fokko schwer

Am 3. Mai hatte sich ein Lastwagen auf dem Parkplatz bei der Volksbank zur Mittagszeit selbstständig gemacht. Wie durch ein Wunder kamen alle glimpflich davon. Weder Schulkinder, die mittags mit dem Fahrrad dort entlang fahren, noch die Fahrerin des Lastwagens, die zu der Zeit beim Entladen war, wurden verletzt. Lediglich die Betonstatue wurde beschädigt. Die Plattform, auf der der Betonmann steht, war verzogen. Pfeife und Füße wurden beschädigt.

Bevor es zurückging, musste der 718-Kilo-Koloss vorbereitet werden.
Bevor es zurückging, musste der 718-Kilo-Koloss vorbereitet werden.

Die Gemeinde Rhauderfehn, die den Schöpfern die Statue im Oktober 2019 abgekauft hat, geht von einem Versicherungsschaden aus. Bauamt-Mitarbeiter Thomas Weers rechnet mit einem niedrigen fünfstelligen Betrag für die Reparatur. Sobald alle Arbeiten abgeschlossen sind, werde zusammengerechnet und die Rechnungen bei der Versicherung eingereicht.

Fokko bekommt Feinschliff

Die Gemeinde hat damals deutlich weniger für das Beton-Maskottchen gezahlt: 2470 Euro. Der Großteil waren Materialkosten, den Rest, 1000 Euro, hat die Nachbarschaft für die Jugendarbeit gespendet. Doch nun sind neben Materialkosten auch Arbeitskosten entstanden, da die Arbeiten teilweise von Handwerksfirmen übernommen wurden. Ende vergangener Woche bekam Fokko mit seinen 2,75 Metern noch den Feinschliff. „Die Haare mussten getönt werden“, so Braak. Das hat der Fehntjer Maler Holger Fecker übernommen. Um das Podest hat sich die Firma Ihnen aus Aurich gekümmert.

Maskottchen am Haken: Fokko kam am Mittwoch zurück auf seinen Stammplatz. Fotos: Hellmers
Maskottchen am Haken: Fokko kam am Mittwoch zurück auf seinen Stammplatz. Fotos: Hellmers

An diesem Mittwoch wurde der Koloss am frühen Morgen vom Bauhof der Gemeinde abgeholt und zu seinem Stammplatz zwischen Rathaus, Volksbank und Kirche gefahren. Dort wurde Fokko an den Haken genommen. „Das ist anspruchsvoll“, sagte Bauhofmitarbeiter Bernd Haskamp, der den Kran steuerte. Denn 718 Kilo zielgenau auf ein Podest ins Wasser stellen, sei keine alltägliche Aufgabe – und schließlich wolle er Fokko nicht erneut beschädigen. Kurz darauf gab es Entwarnung. „Er steht, alles ist gut“, so Haskamp.

Fokko jetzt ohne Motor

Nun grüßt Fokko wieder von der 1. Südwieke. Und dort soll er auch bleiben. Ob sie bei einer erneuten Reparatur parat stehen? „In fünf Jahren vielleicht. Aber jetzt haben wir erstmal die Schnauze voll“, sagt Braak und lacht.

Nur eine Kleinigkeit hat sich seit dem Unfall verändert, verrät Mitschöpfer Heiner Fennen. „Wir haben den Motor ausgebaut.“ Da dort eh kein Stromkabel liegt, sei der ohnehin nicht genutzt werden. Hier dreht sich Fokko mit dem Wind – und das erstmals wieder nach 185 Tagen.

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