Berlin Elon Musk feilscht mit Stephen King um Twitter-Verifizierung
Dass die Verifizierung auf Twitter künftig Geld kosten soll, ärgert den Buchautoren Stephen King. Elon Musk – der neue Besitzer des Kurznachrichtendienstes – machte ihm jetzt ein brisantes Angebot.
Twitter lebt von den Geschichten, Debatten und geteilten Momenten, die Nutzer jeden Tag dort posten. Doch der Kurznachrichtendienst lebt auch von den prominenten Persönlichkeiten, die ihre Reichweite in dem sozialen Netzwerk nutzen. Der US-amerikanische Buchautor Stephen King gehört dazu.
In regelmäßigen Abständen teilt der Erfinder zahlreicher Horror-Bestsellergeschichten seine Meinung zu Themen wie Literatur, Musik, Film – oder zu Donald Trump.
Nach der Übernahme durch Elon Musk befindet sich Twitter jedoch im Umbruch. Viele Nutzer fürchten, dass die Debattenkultur in dem Netzwerk zunehmend außer Kontrolle gerät. Die Ankündigung, dass die Verifizierung kostenpflichtig werden soll, sorgt für zusätzlichen Ärger. User sollen demnach 20 Dollar zahlen, um den blauen Haken als Zeichen eines verifizierten Accounts zu erhalten beziehungsweise zu behalten.
Auch Starautor King reagierte verärgert auf die Ankündigung. „20 Dollar im Monat, um meinen blauen Haken zu behalten? Scheiß drauf, sie sollten mich bezahlen. Sollte es so weit kommen, bin ich weg wie Enron.“ Bei Enron handelt es sich um ein US-amerikanisches Unternehmen im Energiebereich, das lange Zeit höchst erfolgreich war, dann jedoch Pleite ging.
Bei seinen 6,9 Millionen Followern stieß Kings Tweet allerdings nicht nur auf positive Resonanz. „Das ist ein bisschen seltsam. Sie können sich das gut leisten“, schrieb etwa ein Nutzer. Der Autor hielt dagegen, dass es nicht ums Geld gehen würde, sondern ums Prinzip. Doch auch Musk persönlich antwortete auf den Post des Buchautoren.
„Irgendwie müssen wir unsere Rechnungen bezahlen. Twitter kann sich nicht nur mit Werbung finanzieren,“ schrieb der neue Besitzer des Kurznachrichtendienstes. Trotzdem fing der Milliardär daraufhin an, mit King zu feilschen. „Wie wären es mit acht Dollar?“
Kurze Zeit später schob Musk noch einmal nach. „Ich werde die Idee ausführlicher erklären, bevor sie umgesetzt wird. Es ist die einzige Möglichkeit, Bots und Trolle zu besiegen.“
Hiernach meldete sich weder Musk noch King wieder zu Wort. Stattdessen zeigte der Tesla-Gründer, wie er Halloween verbrachte, King zog in gewohnter Manier über Ex-Präsident Trump her.