Historisches Gebäude verfällt Stadt Weener sucht in neuem Anlauf Investor für Alte Post
Die Stadt Weener unternimmt einen neuen Anlauf, die Alte Post in Stapelmoor zu verkaufen. Die Brandruine gammelt seit 2010 vor sich hin. Offenbar gibt es einen neuen Kaufinteressenten.
Stapelmoor - Für viele Stapelmoorer ist die Alte Post ein Schandfleck, der abgerissen gehört. Das hat bereits im Jahr 2016 eine Umfrage des SPD-Ortsvereins ergeben. Sechs Jahr sind seitdem vergangen und das alte Haus in der Ortsdurchfahrt gammelt immer noch vor sich hin. Jetzt unternimmt die Stadt Weener einen weiteren Anlauf, Kaufinteressenten zu finden, die das denkmalgeschützte Gebäude sanieren und wieder mit Leben füllen.
Am 4. Oktober 2010 wurde das Haus durch Brandstiftung schwer beschädigt. Der frühere Besitzer, der Niederländer Pieter Spakman, verkaufte das Gebäude an die Stadt Weener. Pläne, das Haus mit Fördermitteln zu sanieren, scheiterten. Die Stadt hatte kein Geld für eine Gegenfinanzierung.
Investor sprang wieder ab
Seit 2018 gab es zwar einen Investor, doch der hat inzwischen das Handtuch geworfen. Piet van der Laan hatte große Pläne für die Alte Post in Stapelmoor. Der Bauunternehmer aus Wiesbaden, der familiäre Wurzeln in Weener hat, wollte dem historischen Gebäude neues Leben einhauchen. Er hatte vor, das Gebäude zu entkernen und im Haus altengerechte Mietwohnungen ausbauen. Im vergangenen Jahr hat er von der Planung und dem Kauf Abstand genommen. Als einen Grund nannte er damals fehlende Unterstützung von Seiten der Stadt Weener. Außerdem ist die Sanierung an denkmalschutzrechtliche Vorgaben geknüpft.
Die Stadt Weener unternimmt einen neuen Versuch, einen Investor für das historische Gebäude zu finden und hat ein Interessenbekundungsverfahren eingeleitet. „Das Interessenbekundungsverfahren ist abgeschlossen. Es gibt eine Bewerbung“, teilte die Stadtverwaltung auf Nachfrage mit. Es sei eine Mindestkaufsumme von 20.500 Euro festgelegt worden. An welche Kriterien/Bedingungen ist ein Verkauf geknüpft? „Es müssen Bestimmungen des Denkmalschutzes beachtet werden.“ Auch muss der potenzielle Investor ein stimmiges Nutzungskonzept für eine künftige Nutzung vorlegen. Denn die Alte Post grenzt direkt an den Friedhof und die Kreuzkirche an.
Die Frage, welche Ideen es seitens der Stadt für das Gebäude gibt, wenn es nicht gelingt, einen Käufer zu finden, ließ die Verwaltung unbeantwortet. „Hierzu gibt es zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Überlegungen. Ziel ist es, das Gebäude an einen Investor zu veräußern“, teilte Stadtsprecherin Kerstin Beier mit.