Fährunglück in Niederlanden  Vermisstensuche vor Terschelling läuft weiter

Martin Alberts
|
Von Martin Alberts
| 28.10.2022 15:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Boot der Seenotrettungsorganisation KNRM wird auf Terschelling zu Wasser gelassen. Seit einer Woche suchen Helfer nach einem vermissten Jungen und einem Erwachsenen. Foto: Postma/ANP/Imago Images
Ein Boot der Seenotrettungsorganisation KNRM wird auf Terschelling zu Wasser gelassen. Seit einer Woche suchen Helfer nach einem vermissten Jungen und einem Erwachsenen. Foto: Postma/ANP/Imago Images
Artikel teilen:

Seit einer Woche werden ein Junge und ein Mann nach einem Fährunglück vor Terschelling vermisst. Die Anteilnahme auf der Insel sei groß, so die Bürgermeisterin. Aufgeben wolle man die Suche nicht.

Terschelling - Auch eine Woche nach dem Schiffsunglück vor der niederländischen Watteninsel Terschelling fehlt von den zwei Vermissten, einem zwölfjährigen Jungen und einem Erwachsenen, weiterhin jede Spur. Die Suchaktion, die seit dem Unglück läuft, werde aber fortgesetzt, teilte Bürgermeistern Caroline van de Pol am Freitag auf der Webseite der Gemeinde Terschelling mit.

Am Morgen des 21. Oktober waren die Schnellfähre „Tiger“ und das Wassertaxi „Stormloper“ in einer Fahrrinne südwestlich von Terschelling zusammengestoßen. Ein 46-Jähriger und ein 57-Jähriger kamen dabei laut Polizei ums Leben, zwei weitere Passagiere des Wassertaxis gingen über Bord und werden seither vermisst. Hoffnung, den Zwölfjährigen, dessen Vater zu den Todesopfern zählt, und den Erwachsenen lebend zu finden, haben die Helfer nicht. Dennoch werde man die Suche nicht aufgeben, so van de Pol. Der Einsatz der Hilfsdienste sei hierbei von großem Wert. „Und auch viele Einwohner und Freiwilligenorganisationen suchen mit.“ Für viele sei es sehr schwer, dass die Vermissten auch nach einer Woche noch nicht gefunden seien.

Ähnliche Artikel

Gesucht werde sowohl mit Booten als auch aus der Luft, wie ein Sprecher der Seenotrettungsorganisation KNRM der Zeitung „Leeuwarder Courant“ sagte. Hierbei sei die Chance, die Vermissten aus der Luft zu entdecken, größer als vom Wasser aus. „Aus der Luft sieht man mehr, aber es bleibt eine Suche nach einer Stecknadel“, so der KNRM-Sprecher. Die Polizei setzte für die Suche auch bereits eine Drohne ein, wie die Beamten bei Twitter schrieben. Zur Ursache für das Unglück vor mehr als einer Woche äußerten sich offizielle Stellen bisher nicht.