Einbruch verhindert  Aufmerksame Nachbarn stoppen Einbrecher in Rhauderfehn

Geertje Wehry
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Von Geertje Wehry
| 26.10.2022 13:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Alte Türschlösser, etwa an Hintereingängen oder Schuppen, sind für Einbrecher häufig leicht zu knacken. Foto: Pixabay
Alte Türschlösser, etwa an Hintereingängen oder Schuppen, sind für Einbrecher häufig leicht zu knacken. Foto: Pixabay
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Glück im Unglück hatte ein Rhauderfehner in der vergangenen Woche. Nachbarn hörten Einbrecher an seinem Haus.

Rhauderfehn/Rhaudermoor - Als Stefan Daenekas am Freitag nach Hause kam, kam ihm etwas seltsam vor. Eine Scheibe an seiner Doppelhaushälfte am Alrich-Ibelings-Weg in Rhaudermoor war eingeschlagen worden. Dass der Einbruch nichts wurde, hat wahrscheinlich zwei Gründe: aufmerksame Nachbarn und ein Sicherheitsschloss.

Laut Polizeibericht wurden die drei vermutlich jugendliche Personen dabei gestört, als sie nachmittags in das Haus einsteigen wollten. „Es war Glück, zwei Nachbarn waren jeweils draußen und hörten etwas“, sagt Daenekas. „Die Jalousien waren unten, wahrscheinlich haben die Einbrecher sich gedacht, dass die Bewohner im Urlaub und sie ungestört sind“, vermutet er.

Einbrecher unterwegs, wenn keiner da ist

Häufig wird im Zusammenhang mit den Wintermonaten vor Einbrüchen gewarnt. Denn, wenn es früher dunkel wird, können die Täter ungestörter arbeiten. „Gelegenheitseinbrecher suchen schon eher die Tageszeit, wenn zu vermuten ist, dass die Bewohner abwesend sind“, sagt Svenia Temmen aus der Polizeipressestelle der Inspektion Emden/Leer. Das heißt, häufig wird tagsüber oder am frühen Abend eingebrochen, wenn die Bewohner noch unterwegs sind

Es gibt laut Temmen zahlreiche Tipps der Polizei für ein sicheres Zuhause. Wie sie betont, nicht nur für den Winter, sondern für das ganze Jahr. Einige der Tipps sind leicht umzusetzen. Zugängliche Fenster und alle Außentüren sollten bei Abwesenheit und nachts geschlossen bleiben. „Niemals die Nebeneingänge vergessen, die sind gefährdeter als die Haupteingänge“, warnt die Polizei. Auch zusätzliche Beleuchtung können als Schutz gegen Einbrecher genutzt werden. „Das steht auch dem derzeitigen Aufruf zum Stromsparen nicht entgegen: Kleine Lampen mit einer Energiesparbirne ausstatten und diese auf verschiedene Uhrzeiten, beginnend mit der Dämmerung, einstellen. Das ist auch gutes Mittel bei urlaubsbedingter Abwesenheit“, heißt es weiter. Dann könnte mit Zeitschaltuhren Anwesenheit vorgegaukelt werden. Insbesondere dunkle Ecken könnten durch Beleuchtung rund ums Haus für mehr Sicherheit sorgen.

1000 Euro Schaden sind Glück im Unglück

Wie im Fall aus der Gemeinde Rhauderfehn geschehen, wird empfohlen auf die Nachbarschaft zu achten. Auch mechanische Sicherungen, also zusätzliche Schlösser oder Riegel, seien sinnvolle Ergänzungen. „Oftmals sind kleine, bezahlbare Änderungen notwendig, aber auch ausreichend“, so die Polizei. Bei dem Fehntjer war es unter anderem das Sicherheitsschloss, das die Einbrecher aufhielt. Doch nicht immer werden die Langfinger aufgehalten.

Einen signifikanten Anstieg von Einbrüchen gebe es im Bereich der Polizeiinspektion Leer/Emden derzeit nicht. Diese Art des Diebstahls kommt immer wieder vor, vor allem durch sogenannte Gelegenheitstäter. Daenekas hatte Glück. Bei ihm bleibt es bei der in Mitleidenschaft gezogene Scheibe, die die Einbrecher versuchten einzuwerfen. Die Polizei schätzt, dass der entstandene Schaden etwa 1000 Euro beträgt.

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