Zug fuhr plötzlich nicht weiter Nach Bahnchaos den Flug verpasst – 4000 Euro Mehrkosten
Schüler eines Seminarfachs des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums Rhauderfehn mussten einen neuen Flug nach Israel buchen. Offen ist, wer die zusätzlichen Kosten tragt.
Rhauderfehn/Israel - Die am vergangenen Sonnabend, 15. Oktober, beendete Studienfahrt von 18 Schülern des Rhauderfehner Albrecht-Weinberg-Gymnasiums nach Israel beschäftig im Nachgang aktuell Schulleiterin Ulrike Janssen. Denn am 8. Oktober war in Norddeutschland der Bahnverkehr wegen technischer Probleme ausgefallen. Deshalb hat ein Teil der Schülergruppe den Flug nach Israel verpasst. Es mussten neue Flüge gebucht werden. „Durch diese Neubuchungen sind Mehrkosten von rund 4000 Euro entstanden“, teilte die Schulleiterin auf Anfrage mit.
Nach ihren Angaben musste der Zug, mit dem die Gruppe zwischen Bremen und Hamburg unterwegs war, wegen eines Ausfalls des Funkverkehrs der Bahn im Bahnhof Tostedt seine Weiterfahrt einstellen. Kurzerhand orderten die begleitenden Lehrkräfte vor Ort Taxis, um die 21 Personen zeitgerecht zum Flughafen zu bringen. „Leider gelang es einer Teilgruppe von sieben Personen nicht, rechtzeitig zum Check-In-Schluss am Flughafen einzutreffen“, sagte Janssen. Diese Gruppe musste neu buchen, um schließlich mit sechsstündiger Verspätung in Israel anzukommen.
Kontakt zur Bahn wird aufgenommen
Die Schulleiterin nimmt zurzeit Kontakt zur Deutschen Bahn und zur Fluggesellschaft auf. Sie hofft auf ein Entgegenkommen und somit auf eine mögliche Kostenerstattung. Auch die hiesigen Bundestags- und Landtagsabgeordneten will sie um Unterstützung bitten. „Um nicht die Familien der beteiligten Schüler oder den Verein der Freunde und Förderer des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums belasten zu müssen, bemühe ich mich nunmehr um Erstattungen von anderen Seiten“, führte Janssen aus.
Nach der ersten Berichterstattung gab es bereits Reaktionen. Der Westoverledinger Ratsherr Martin Bron meldete sich in der Redaktion. „Für die jetzige Situation konnten die Schüler natürlich nichts. Gerne würde ich einen Beitrag leisten, um diese Kosten für die Schüler etwas aufzufangen“, schrieb Bron.
Schüler hoffen auf Spenden
Auch die Volksbank Westrhauderfehn meldete sich und wies darauf hin, dass vor einigen Wochen zusammen mit den Schülern bereits ein Crowdfunding-Projekt auf die Beine gestellt worden sei, um Spendengeld für die Fahrt zu sammeln. Infos zum Crowdfunding-Projekt gibt es unter https://www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/studienreise-nach-israel.
Wer den Schülern des Seminarfachs helfen möchte, kann eine Spende auf das Konto des Vereins der „Freunde und Förderer des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums Rhauderfehn“ bei der Volksbank Westrhauderfehn unter IBAN DE48 2859 1654 0027 1829 03 überweisen.