Euphorie in der Ostfrieslandliga Die bemerkenswerte Erfolgsserie von TuRa II
Der U23 von Westrhauderfehn gelangen zuletzt fünf Siege ohne Gegentore. Großen Anteil an dem Erfolg hat auch TuRas Feldspieler im Tor.
Ostfriesland - Bei der U23 von TuRa 07 Westrhauderfehn läuft es derzeit richtig rund. Die Mannschaft vom Trainerduo Stefan und Andreas Brelage gewann am Freitagabend mit 2:0 gegen den Bezirksliga-Absteiger SV Frisia Loga und fuhr damit den fünften Sieg in Folge ein. In der Tabelle, die souverän vom SV Blau-Weiß Borssum angeführt wird, steht der Vorjahresmeister aktuell auf Platz vier hinter den punktgleichen Teams aus Holtriem und Uplengen, hat allerdings zwei Partien weniger als beide Konkurrenten absolviert. Bemerkenswert an der derzeitigen Erfolgsserie der U23 ist, dass sie bei allen fünf Siegen ohne Gegentor blieb.
„Wir sind sehr stolz auf die Jungs. Fünfmal in Folge ohne Gegentor zu gewinnen, ist schon eine sehr geile Leistung. Davor ziehen wir den Hut“, sagt Andreas Brelage. „Unsere Defensivarbeit hat uns letzte Saison schon stark gemacht und war auch ein Schwerpunkt in der Vorbereitung. Die Mannschaft hat gelernt, dass alle zusammen verteidigen müssen, sonst wird das nichts“, erklärt der TuRa-Coach.
Einzelne Spieler haben sich verbessert
Das klappte zu Saisonbeginn allerdings nur bedingt. Nachdem die Trainer an den richtigen Stellschrauben gedreht haben, klappt es jetzt aber wieder. „Das lag auch an der kurzen Sommerpause, die Jungs hatten nur wenig Zeit zur Regeneration“, sagt Andreas Brelage. Inzwischen ist die U23 aber wieder im Flow und bringt ihr Potenzial auf den Platz. „Felix Schütte spielt momentan auf sehr hohem Niveau. Die anderen leisten aber auch gute Arbeit“, so Brelage. Wie zum Beispiel auch Angreifer Ibrahim Diarrassouba, der sich in der Zweikampfführung und im Spiel gegen den Ball verbessert hat. „Das bringt uns ein ganzes Stück weiter und macht es der Abwehr und unseren Torhütern leichter, die weiße Weste zu wahren. Das war auch gegen Loga so, als unsere junge Truppe eine sehr reife Leistung gezeigt hat“, sagt Brelage.
Selbstverständlich haben auch die Torhüter ihren Anteil an der Erfolgsserie, da hatten die TuRaner aber auch Verletzungspech. Hannes Stellamans, der vor der Saison aus der eigenen A-Jugend kam, machte in den ersten Spielen einen gut Job, verletzte sich dann aber und wird in diesem Jahr wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. Ähnlich erging es Ole Frieling, der gegen Loga erstmals wieder auf der Ersatzbank Platz nahm. So hatten die TuRaner Glück, dass mit Mathes Siebrands – vergangene Saison noch die Nummer eins – der dritte Torwart aus seinem Studienort Braunschweig zu den meisten Spielen anreiste und seinen Kasten sauber hielt. Beim 1:0-Sieg der TuRaner in Jemgum konnte Siebrands aber nicht vor Ort sein – und es stand kein etatmäßiger Keeper zur Verfügung. Feldspieler Hannes Bürmann übernahm wie auch schon nach Frielings Verletzung im Spiel gegen Loquard den Posten und hielt sich schadlos. „Hannes hat einen guten Job gemacht, die Mannschaft hat ihn aber auch sehr gut unterstützt. Es macht mit den Jungs einfach mega viel Spaß, so kann es gerne weitergehen“, sagt Brelage.