Jugendprotest trägt Früchte  Kompromiss für Winterschließzeit im JuZ Tichelwarf

Tatjana Gettkowski
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Von Tatjana Gettkowski
| 18.10.2022 09:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bürgermeister Heiko Abbas (von links), Angelika Janßen-Harms (Leiterin der Stadtjugendpflege) und die Leiter der beiden Jugendzentren, Martina Dannen (Tichelwarf) und Kim Kanschat (Weener), haben eine gerechte Lösung für die Schließzeit der Jugendzentren in den Wintermonaten gefunden. Foto: Stadt Weener
Bürgermeister Heiko Abbas (von links), Angelika Janßen-Harms (Leiterin der Stadtjugendpflege) und die Leiter der beiden Jugendzentren, Martina Dannen (Tichelwarf) und Kim Kanschat (Weener), haben eine gerechte Lösung für die Schließzeit der Jugendzentren in den Wintermonaten gefunden. Foto: Stadt Weener
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Die Schließung des Jugendzentrums Tichelwarf von November bis März hat einen Sturm der Entrüstung bei den Kindern ausgelöst. Mit ihrem Protest hatten sie Erfolg.

Weener - Eigentlich sollte das Jugendzentrum (JuZ) Tichelwarf von November bis März schließen. Das war eine der geplanten Maßnahmen der Stadt Weener, um Energie zu sparen. Dagegen waren Kinder, Jugendliche und Eltern in Tichelwarf Sturm gelaufen. Ihr Protest wurde gehört. Es wurde ein Kompromiss gefunden, der in dieser Woche dem Verwaltungsausschuss vorgeschlagen werden soll. Stimmt dieser zu, kann der Plan umgesetzt werden.

„Die Jugendlichen, die Leitungen der Jugendzentren und die Verwaltung haben sich darauf geeinigt, die Schließzeiten zu teilen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Im November und Dezember sollen die Besucher des JuZ Weener die Angebote in Tichelwarf nutzen. Im Anschluss wird die Jugendarbeit bis zum 1. März 2023 im JuZ Wasserturm in Weener stattfinden. Danach sollen beiden Jugendzentren wieder ihren vollen Betrieb aufnehmen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Keine dauerhafte Schließung geplant

Bezogen auf den reinen Energiespareffekt hat die zunächst nur für die Einrichtung in Tichelwarf geplante Schließung aus Sicht des Bürgermeisters Heiko Abbas durchaus ihre Berechtigung gehabt. „Allerdings haben wir nicht berücksichtigt, wie wichtig die Einrichtung für die betroffenen Jugendlichen ist.“ Dies habe dann auch zu der starken Reaktion vor Ort geführt. Vor allem die Befürchtung, dass das JUZ Tichelwarf nach dieser Winterschließzeit nie wieder aufmacht, sei groß gewesen. Diese Sorge sei den Jugendlichen nun hoffentlich genommen, schreibt Abbas weiter. In einem weiteren Gespräch mit den Betroffenen habe er ihnen versichert, dass das Jugendzentrum Tichelwarf wie auch das Jugendzentrum Weener nicht dauerhaft geschlossen werden.

Die Schließzeit in Tichelwarf soll genutzt werden, um das Gebäude auf Vordermann zu bringen. „Dafür hatten sich bei der großen Gesprächsrunde am vergangenen Mittwoch ja bereits einige Freiwillige gemeldet“, wird JUZ-Leiterin Martina Dannen in der Mitteilung zitiert. Damit könne man das Gebäude für die Zukunft sparsamer machen. „Wir werden uns nun natürlich in den kommenden beiden Monaten einschränken müssen. Aber die Gespräche haben gezeigt, dass wir auf keinen Fall die beiden Standorte gegeneinander aufrechnen dürfen. Weener und Tichelwarf haben ihre Berechtigung und nur gemeinsam können wir das meistern“, so Kim Kanschat, Leiter des JuZ Wasserturm.

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