Herbstempfang der Gemeinde Barßel Rickey Paulding und die Baskets rühren Bürgermeister Nils Anhuth
Festredner Hermann Schüller hatte eine Überraschung für den Verwaltungschef, angekündigt. Anhuth ist seit mehr als 20 Jahren leidenschaftlicher Fan des Bundesligisten aus Oldenburg.
Barßel/Harkebrügge - Zwei Überraschungen habe er dabei, kündigte Festredner Hermann Schüller zu Beginn seiner Rede auf dem Herbstempfang der Gemeinde Barßel an und empfahl, niemand solle vorher den Saal verlassen.
Nach einem beeindruckenden Vortrag mit dem Titel „Die werteorientierte Teamkultur – Erfolge in Sport und Wirtschaft“ brach dann Jubel in der Schützenhalle in Harkebrügge aus, als der geschäftsführende Gesellschafter der Semcoglas Holding aus Westerstede und der EWE Baskets Oldenburg die erste Überraschung ankündigte: Baskets-Legende Rickey Paulding betrag den Saal.
Trikot überreicht
Beim Basketball-Bundesligisten Baskets Oldenburg war der Mann mit der Nummer 23 im Sommer nach 15 erfolgreichen Jahren verabschiedet worden. Der Besuch von Paulding in Harkebrügge war kein Zufall: Barßels Bürgermeister Nils Anhuth ist gemeinsam mit seinem Bruder seit dem Bundesliga-Aufstieg in der Saison 2000/2001 „als Hardcore-Fans der EWE Baskets am Start“, so Schüller. „Ihr habt alle Höhen und Tiefen der EWE Baskets miterleben dürfen. Aber als langjährige Fans seid ihr immer besonders gewesen“, sagte Schüller.
Paulding überreichte dem sichtlich gerührten Anhuth ein Trikot mit der Nummer 23. Diese Trikotnummer wird bei den Oldenburger nicht mehr vergeben. Paulding, der inzwischen wieder in den USA lebt, ist im Oktober in Oldenburg, weil er dort ein Basketball-Camp für Kinder betreuen wird. Wenig später erhoben sich die Gäste des Herbstempfangs erneut, denn Schüller kündigte als zweite Überraschung die aktuelle Bundesliga-Mannschaft an. „Das war eine ganz, ganz tolle Überraschung“, sagte Anhuth.
„Die werteorientierte Teamkultur – Erfolge in Sport und Wirtschaft“
Hermann Schüller hatte zuvor in seiner Festrede über eine werteorientierte Teamkultur gesprochen. „Ein Team, welches menschlich geführt wird, die Spielregeln der Zusammenarbeit und des Zusammenspiels einhält, wird zum Schluss erfolgreich sein“, betonte Schüller.
Das Gegenteil sei der Fall, „wenn Sie unter den Trainern kleine ‚Putins‘ haben. Narzissten oder Psychopathen. Trainer, die sich für die größten halten, alles besser wissen und können, zu viel Druck aufbauen, Spieler schlecht reden. Gleiches gilt für Führungskräfte in der Wirtschaft oder in den Verwaltungen öffentlicher Betriebe.“
Ehrungen gehören zum Herbstempfang
Ehrungen von Ehrenamtlichen sind ein wichtiger Programmpunkt des Herbstmarktes. Ausgezeichnet wurden die drei Sportvereine STV Barßel, Viktoria Elisabethfehn und SV Harkebrügge. Die drei Vereine mit ihren insgesamt 1500 Mitgliedern haben ihre Zusammenarbeit intensiviert. Neben gemeinsamer Fußball-Jugendarbeit wurde im außersportlichen Bereich die Zusammenarbeit intensiviert. Weitere Projekte seien in Planung oder bereits auf den Weg gebracht. Die Entwicklung einer gemeinsamen Teamkultur sei das Ziel.
„Ich glaube, dass gerade der Weg der Kooperation ein wichtiger ist. Ich hoffe, dass weitere Schritte der Kooperation und Zusammenarbeit folgen werden“, sagte Anhuth. Der Bürgermeister überreichte Urkunden und Geschenke an Joseph Imholte, stellvertretender Vorsitzender vom STV Barßel, Hubert Ideler, Vorsitzender des SV Harkebrügge und Wilhelm Kassens Vorsitzender von Viktoria Elisabethfehn.
Geehrt wurde in Abwesenheit auch die ehemalige Schulleiterin der Grundschule Sonnentau Elisabethfehn, Sigrid Lockstädt-Güttler. Sie hat kurz vor ihrer Pensionierung die Leiterstelle abgegeben und macht jetzt als „einfache Lehrerin“ weiter“, sagte Anhuth. „In ihrer Tätigkeit hat sie sich immer für die Kooperation aller Grundschulen eingesetzt.“