Bitterer Moment gegen Holthausen-Biene Krankenwagen-Einsatz bei Firreler 1:3-Heimniederlage
Die Landesliga-Überflieger aus Lingen waren auch in Ostfriesland nicht zu stoppen. Weil ein Firreler Spieler sich schwer im Gesicht verletzte, war die Partie lange unterbrochen.
Firrel - Der souveränste Landesliga-Spitzenreiter der vergangenen Jahre ist auch in Ostfriesland nicht gestrauchelt. Nach dem 3:1-Sieg bei Grün-Weiß Firrel hat der SV Holthausen-Biene nun 34 von 36 möglichen Punkten gesammelt und ist weiter ungeschlagen. Die Gedanken von Firrels Spielertrainer Bernd Grotlüschen drehten sich nach der Partie nicht in erster Linie um das Sportliche, sondern vielmehr um seinen Verteidiger Henning Röbke. Der verletzte sich nach einem Zusammenprall in der 37. Minute im Gesicht so schwer, dass das Spiel unterbrochen werden musste und er mit dem herbeigerufenen Rettungswagen in ein Leeraner Krankenhaus gebracht wurde. Nach 25-minütiger Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt.
„Das hat die Jungs richtig mitgenommen. Wir hoffen, dass es Henning schnell besser geht“, sagte Bernd Grotlüschen nach der Partie, bevor er in die Kabine eilte, um sich über den Gesundheitszustand seines Innenverteidigers zu erkundigen. Neben Platzwunden zog sich der Neuzugang einen bitteren Jochbeinbruch zu und musste auch eine Nacht im Krankenhaus verbringen.
Entscheidung in der Nachspielzeit
Grotlüschen hatte sich selbst in den letzten Minuten eingewechselt, um mit der Brechstange vielleicht noch den 2:2-Ausgleich zu erzielen. Doch eine Chance bot sich nicht mehr. Vielmehr sorgte der Gast aus Lingen durch das 3:1 per Kopfball von Tim Feldhaus nach einer Ecke in der Nachspielzeit für die Entscheidung. „Wir haben hier verdient gewonnen. Aber Firrel hat gut dagegengehalten und uns viel abverlangt“, sagte „Biene“-Trainer Wolfgang Schütte, der in den 90er Jahren als Trainer beim damaligen Viertligisten Concordia Ihrhove auch schon mal in Ostfriesland aktiv war. Er hatte die Firreler auch beim jüngsten 1:1 in Dinklage beobachtet.
Spieldaten
Firrel: de Buhr; Schouwer, Röbke (38. Steinheuser), Suda, Thaden (46. Karius), Härtel, Olbrys, Lücht, Koch, Borgman (83. B. Grotlüschen), Re. Grotlüschen.
Tore: 1:0 Suda (2.), 1:1 Tengen (17.), 1:2 Kettler (73.), 1:3 Feldhaus (92.).
Die Partie vor mehr als 300 Zuschauern begann mit einem Paukenschlag. Firrels Michael Olbrys spielte Manuel Suda mit einem tollen Pass frei. Der Offensivspieler ließ sich die Chance zum 1:0 nach zwei Minuten nicht nehmen. Der Tabellenführer, der mit einem Torverhältnis von 41:5 (!) angereist war, zeigte sich sichtlich geschockt und benötigte einige Minuten, um in der Partie anzukommen. Dann demonstrierten die Emsländer aber immer mehr ihre Klasse und Ballsicherheit im Mittelfeld. Der sehr auffällige Dennis Tengen wurde dann freigespielt, drang in den Strafraum ein und traf mit einem platzierten Schuss zum 1:1 (17.). Der Gast war danach überlegen, besaß aber nur zwei Chancen durch Tengen (21.) und Johannes Wintermann (31.). Kurz zuvor wäre Firrel allerdings nach einer guten Pressing-Aktion in Führung gegangen, der Ball trudelte am leeren Tor vorbei.
Torwart-Fehler führt zum 1:2
Die Gäste waren auch in der zweiten Halbzeit spielbestimmend. Firrel hielt aber dagegen und war durch Konter gelegentlich auch gefährlich. So wie in der 51. Minute, als Gäste-Torwart Nils Zumbeel gegen Reinhard Grotlüschen per Fußabwehr klärte (51.). Auf der anderen Seite zeigte Pascal de Buhr nach einem Drehschuss von Wintermann eine Glanzparade (63.). Dann schoss Suda nach einem Konter nicht selbst, sondern legte noch mal zu Felix Karius quer – so konnte ein Verteidiger noch klären (69.).
Der weit vor seinem Tor stehende Pascal de Buhr leistete sich im Spielaufbau nach einem Pressing des Gegners dann einen Fehlpass. Jan Kettler bekam den Ball und zog aus 35 Metern direkt ab. Der Ball senkte sich über de Buhr ins leere Tor zum 1:2 (73.). Weil Tengen dann das 1:3 verpasste (80.), hoffte Firrel noch auf einen Punkt. Doch der wurde es nicht mehr.
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