Landesligist nach 3:2 Ostfrieslandcup-Sieger Firrel besiegt Kickers Emden und gewinnt ein Spiel gegen St. Pauli
Nach einer Roten Karte für einen Emder kurz vor der Pause nahm die bis dahin torlose Partie Fahrt auf. Einem Firreler gelang mit einem Geniestreich ein Tor des Monats.
Emden - Die Landesliga-Fußballer von Grün-Weiß Firrel sind neuer Ostfriesland-Cup-Sieger. Der Sechstligist besiegte im Endspiel den Viertligisten BSV Kickers Emden vor mehr als 600 Zuschauern auf dem Auricher Ellernfeld mit 3:2. Die Firreler dürfen sich nun über ein Trainingslager in Middels und vor allem ein Spiel gegen den Zweitligisten FC St. Pauli freuen. Die vom Ostfriesen Timo Schultz trainierte Mannschaft tritt im Sommer 2023 zum Supercupspiel gegen den neuen Ostfriesland-Cup-Sieger in Ostfriesland an.
Der Spielort steht noch nicht fest. Der Titelverteidiger aus Emden spielte ab der 45. Minute nur noch zu zehnt, nachdem Verteidiger Ibrahim Sillah wegen einer Notbremse gegen Reinhard Grotlüschen die Rote Karte gesehen hatte.
Viel los in Halbzeit zwei
Bis dahin hatten die Zuschauer wenig Torraumszenen gesehen. Die beste Möglichkeit besaß bis dahin Firrels Felix Karius, der im Eins-gegen-Eins an Isaak Djokovic im Kickers-Tor scheiterte. Mit Beginn der zweiten Halbzeit machte Firrel viel Druck und kam per Doppelschlag durch Tim Schouwer (52.) und Manuel Suda (54.) zu einer 2:0-Führung. Als Ayo Adeniran einen Foulelfmeter zum 1:2-Anschlusstreffer verwandelte, dachten die Zuschauer, es könnte nochmal spannend werden - aber nur ein paar Sekunden.
Denn der frühere Emder Manuel Suda zeigte seine Extraklasse, als er nach dem Anstoß sich den Ball einmal vorlegte und diesen von der Mittellinie aus zum 3:1 über den noch zurückeilenden Djokovic im Tor versenkte. Ein solcher Geniestreich war ihm auch schon mal in der Landesliga gelungen.
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Acht Minuten vor Ende kam dann bei Kickers doch nochmal Hoffnung auf. Nach einer Bogenlampe konnte Firrels Pascal de Buhr den Ball nicht festhalten, Joker Gabriel Bamezon traf zum 3:2. Kickers machte weiter viel Druck und stürzte die Firreler in manche Verlegenheit. Doch mit viel Einsatz verteidigte der Landesligist das 3:2 und hätte durch Konter fast noch das 4:2 erzielt. Nach drei Minuten Nachspielzeit war der Abpfiff von Schiedsrichter Hanno Ulferts (TSV Holtrop) der Startschuss für Firreler Jubel-Szenen.