Hamburg  Forscher warnt vor Radikalisierung der Klimabewegung

Marie Busse
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Von Marie Busse
| 20.09.2022 16:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Aktivisten der Gruppe „letzte Generation“ blockieren immer wieder Straßen. Foto: imago images/aal.photo
Aktivisten der Gruppe „letzte Generation“ blockieren immer wieder Straßen. Foto: imago images/aal.photo
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Der Extremismusforscher Alexander Straßner warnt vor radikalen Klimaaktivisten und sieht Parallelen zu den ersten RAF-Mitgliedern.

Der Regensburger Extremismusforscher Alexander Straßner warnt mit Blick auf jüngste Blockaden von Straßen und Kohlekraftwerken vor einer Radikalisierung der Klimaaktivisten. „Das erinnert mich frappierend an die ersten RAF-Mitglieder, die in die Illegalität gegangen sind”, sagte der Politikwissenschaftler im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung”. „Sie waren wie die Klimaaktivisten heute überzeugt: Wer nicht mitzieht, den müssen wir zwingen.“

Straßner sagte der „NOZ”, die Bewegung trage in Teilen Züge einer Sekte und erhebe einen absoluten Wahrheitsanspruch. „Die Aktivisten behaupten von sich selbst, für eine ganze Generation zu sprechen. So diskriminieren sie systematisch andere Meinungen und auch das ist ein Kennzeichen einer Radikalisierung.” Genau diese Argumentationslinien habe die Rote Armee Fraktion gezeigt, sagte Straßner. 

Er sieht Gruppen wie „Letzte Generation”, „Ende Gelände” und „Extinction Rebellion” besonders kritisch. ““Sie weigern sich, den parlamentarischen Weg zu beschreiten und behaupten, dafür sei die Zeit zu knapp.” Noch fehle es diesen Gruppierungen allerdings an einer Galionsfigur, die für Militanz stehe. Straßner geht dennoch von einer weiteren Radikalisierung aus: „An den Rändern tummeln sich Extremisten, denen neue klimapolitische Maßnahmen nicht reichen. Für sie gibt es keine Kompromisse, sondern nur die eigenen Forderungen.”

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