Emden empfängt Hildesheim  Vor Rückkehr schwärmt Ex-Spieler Unger von Kickers

| | 16.09.2022 15:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Markus Unger jubelt in dieser Szene gemeinsam mit dem damaligen Kaptiän Rudi Zedi. Foto: Fishing 4/Imago
Markus Unger jubelt in dieser Szene gemeinsam mit dem damaligen Kaptiän Rudi Zedi. Foto: Fishing 4/Imago
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Erst drei Zähler hat Fußball-Regionalligist Kickers Emden auf dem Konto. Das soll sich am Samstag (14 Uhr, Ostfriesland-Stadion) gegen Hildesheim ändern. Ein Ex-Spieler hat da etwas dagegen.

Emden/Hildesheim - Schon im Sommer hatte er sich richtig gefreut. Denn nach dem Aufstieg von Kickers Emden in die Fußball-Regionalliga war für Trainer Markus Unger klar, dass es in der neuen Saison ein großes Wiedersehen geben wird. Der Trainer vom VfV Hildesheim kommt am Samstag (14 Uhr, Ostfriesland-Stadion, live auf oz-online.de) ins geliebte Emden zurück.

„Endlich wieder in die Seehafenstadt. Ich habe mich beim Verein, dem Umfeld und in der ganzen Stadt immer sehr wohlgefühlt. Das Ende mit dem freiwilligen Rückzug aus der 3. Liga war dann sehr schade“, denkt Markus Unger immer noch sehr gerne an seine Zeit in Ostfriesland zurück. In der Saison 2005/2006 spielte er in der Regionalliga für die Emder, in der Spielzeit 2008/2009 dann unter Stefan Emmerling in der 3. Liga. In 28 Partien gelangen dem Mittelfeldspieler fünf Treffer.

Gratulation an Emmerling

„Ich hatte auch noch einen Vertrag für eine weitere Saison, aber nach dem Rückzug haben sich die Wege dann getrennt“, erzählt Unger vor dem Wiedersehen. Seinem damaligen Coach Stefan Emmerling hat er schon im Sommer zum Aufstieg gratuliert. In unregelmäßigen Abständen haben die beiden hin und wieder Kontakt. Nach seinem Weggang von Emden war Unger – nach einer Zwischenstation in Kassel – neuneinhalb Jahre für Braunschweig aktiv.

Damals ein Team, heute Gegner: Trainer Stefan Emmerling und Markus Unger. Foto: Wilken/Imago
Damals ein Team, heute Gegner: Trainer Stefan Emmerling und Markus Unger. Foto: Wilken/Imago

Zunächst stieg er mit dem Verein in die 2. Liga auf, danach war er Spieler und Co-Trainer der zweiten Mannschaft. In Hildesheim hat Unger die Chance bekommen, erstmals als Cheftrainer zu arbeiten. „Aus den letzten drei Spielen haben wir nur zwei Punkte geholt, aber mit unserem Start mit 16 Punkten bin ich schon sehr zufrieden“, erzählt der 40-Jährige. Erstes Ziel sei es, mit den unteren Regionen nichts zu tun zu haben.

Potenzial für die Dritte Liga

Unger, dessen Vertrag auch noch für die kommenden Spielzeit gilt, glaubt schon, dass Hildesheim langfristig das Potenzial für die Dritte Liga hätte. „Aber ich weiß auch, welche Bedingungen da zu erfüllen sind. Die Dritte Liga ist noch einmal ein ganz andere Hausnummer.“ Jetzt konzentriert er sich mit seiner Mannschaft erst einmal auf die Aufgabe bei Kickers Emden. „Der BSV war immer schon sehr heimstark, das weiß ich ja noch aus meiner eigenen Zeit. Der Erfolg gegen Bremen dürfte neuen Mut gegeben haben“, glaubt Unger. Er selber nahm die Emder bei der 1:6-Niederlage in Hamburg unter die Lupe. „Die Amateur-Mannschaften sind an guten Tagen kaum zu stoppen. Wenn die einmal ins Laufen kommen, kann es ganz bitter enden.“

Auch Stefan Emmerling freut sich, seinen ehemaligen „Mentalitätsspieler“ Markus Unger in Emden begrüßen zu dürfen. „Wir hatten sportlich eine überragende Drittliga-Saison“, denkt auch Emmerling gerne an die „alten Zeiten“ zurück. Daran muss er in dieser Spielzeit mit dem Ziel Klassenerhalt für Kickers Emden noch arbeiten. Im Pokal bei der 1:3-Niederlage in Jeddeloh am Mittwoch sei ein Aufwärtstrend erkennbar gewesen. Im Tor erhielt Joachim Groenewold in Jeddeloh eine Chance, gegen Hildesheim wird aber wieder Isaak Djokovic im Emder Kasten stehen. Ob Kapitän Bastian Dassel wieder zur Verfügung stehen wird, ist noch offen. Beim Routinier machte im Pokalspiel der Muskel zu.

Markus Unger liegt mit Hildesheim bisher voll im Soll. Foto: Imago
Markus Unger liegt mit Hildesheim bisher voll im Soll. Foto: Imago

Ayodele mit Spielberechtigung

Ebenfalls denkbar, dass Alagie Jabbie nach längerer Verletzungspause wieder zum Kader zählen wird. Noch keine Alternative ist Milad Faqiryar. Dagegen liegt die Spielberechtigung für den US-Amerikaner Adeyemi Ayodele nun vor, da er auch über eine Aufenthaltsgenehmigung verfügt.

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