Husum Polizei-Panne im Norden: Leiche in Blutlache auf Balkon übersehen
Tötungsdrama im Norden: In Husum in Schleswig-Holstein soll ein 63-Jähriger seine von ihm getrennt lebende Ehefrau erstochen haben. Bei den Ermittlungen leistet sich die Polizei eine ziemliche Panne und übersieht die Frauenleiche.
Eine 71 Jahre alte Frau ist in Husum in Schleswig-Holstein erstochen worden. Als mutmaßlicher Täter sitzt der von ihr getrennt lebende Ehemann (63) seit Freitag in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Flensburg und die Polizei mitteilten. Demnach hatte sich die Tat bereits am Dienstagmittag ereignet.
Warum die Tat erst am Freitag bekannt gegeben wurde, erklärte Oberstaatsanwältin Inke Dellius auf Nachfrage unserer Redaktion: „Wir wollten zunächst den Obduktionsbericht abwarten, weil wir daraufhin ja auch erst Haftbefehl erlassen konnten.“
Laut eines Berichts der „Bild“-Zeitung kam es bei den Ermittlungen zu einer Polizei-Panne. Die Frauenleiche in einer Blutlache auf dem Balkon fiel den Beamten zunächst nicht auf. Das bestätigte Oberstaatsanwältin Inke Dellius gegenüber der „Bild“: „Der Balkon wurde nachts nicht überprüft, da es sich erstrangig um einen Rettungseinsatz handelte.“
Laut eines Berichts der „Bild“-Zeitung kam es bei den Ermittlungen zu einer Polizei-Panne. Die Frauenleiche in einer Blutlache auf dem Balkon fiel den Beamten zunächst nicht auf. Das bestätigte Oberstaatsanwältin Inke Dellius gegenüber der „Bild“: „Der Balkon wurde nachts nicht überprüft, da es sich erstrangig um einen Rettungseinsatz handelte.“
Bekannt ist, dass sich der 63-jährige Mann am Mittwoch (7. September), um 0.48 Uhr bei der Polizei gemeldet und angegeben hatte, überfallen worden zu sein. Ermittlungen hatten aber ergeben, dass er tatsächlich versucht hatte, sich selbst das Leben zu nehmen. Er sei zunächst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er intensivmedizinisch versorgt werden musste.
Am Mittwochmorgen wurde die 71-jährige Ex-Frau als vermisst gemeldet. Bei der Suche nach ihr wurde schließlich gegen 11.15 Uhr ihre Leiche auf dem Balkon der Wohnung des 63-Jährigen in der Herzog-Adolf Straße gefunden. Die Frau war erstochen worden. Nach dem Ergebnis des vorläufigen Obduktionsberichtes und den ersten Ermittlungen der Mordkommission soll der Täter siebenmal auf die Frau eingestochen haben. Dabei erlitt sie tödliche Verletzungen.
Bitte holen Sie sich rechtzeitig Hilfe, wenn Sie Selbstmordgedanken plagen, und kontaktieren Sie die Telefonseelsorge. Dort wird Ihnen kostenlose Hilfe angeboten. Hier geht es zu der Homepage der Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de). Unter der Telefonnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 können Sie dort auch kostenlos anrufen. Auf der Webseite von [U25] können sich Jugendliche jederzeit anonym beraten lassen. Eine Übersicht über weitere Beratungsstellen gibt es auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.