Erfolg gegen Holtland  TuRa 07 Westrhauderfehn ist nach 3:0-Sieg Tabellenführer

| | 09.09.2022 23:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die TuRaner durften nach dem Spiel einen souveränen Sieg und die eroberte Tabellenführung feiern. Foto: Damm
Die TuRaner durften nach dem Spiel einen souveränen Sieg und die eroberte Tabellenführung feiern. Foto: Damm
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Die Fehntjer hätten das Bezirksliga-Spiel auch höher gewinnen können, wenn nicht gar müssen. Für einen TuRaner geht es nun als Spitzenreiter in den Urlaubsflieger.

Rhauderfehn - Mindestens bis Sonntag ist TuRa 07 Westrhauderfehn Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga. Die Mannschaft von Trainer Erhan Colak gewann am Freitagabend das Leeraner Kreisduell gegen den SV Holtland völlig souverän mit 3:0 und zog am bisherigen Spitzenreiter TuS Middels vorbei, der am Sonntag beim TuS Strudden gefordert ist. Erhan Colak zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft völlig zufrieden. „Das war über 90 Minuten ein guter Auftritt meines Teams. Wir hätten auch höher gewinnen können, wenn nicht gar müssen.“

Viel los war vor dem Tor das SV Holtland. Foto: Damm
Viel los war vor dem Tor das SV Holtland. Foto: Damm

Zwar besaß der SV Holtland die erste Torchance durch Patrick de Buhr, der ein Zuspiel von Maurice Bombach aus acht Metern neben das Tor setzte. Doch ansonsten ging es fast nur in die Richtung des SVH-Tores. Die knappe 1:0-Pausenführung entsprach nicht den Chancen und dem Spielverlauf. Doch nur der Daoud Jajan konnte Torwart Jann Hellmers nach Vorarbeit von Zolfaqhar Nazari überwinden, als Jajan nach zehn Minuten aus kurzer Distanz, die in dieser Szene schläfrige Gäste-Abwehr überlistete.

Viele, viele TuRa-Chancen

Nazari (23./30.), Arlind Jonjic (15./35.) und Jasper Weber (8./31.) verfehlten das Tor entweder knapp, wurden im letzten Moment gestoppt oder fanden in Hellmers ihren Meister. Die Gäste deuteten über ihre rechte Seite zwar gelegentlich Gefahr an. Doch die TuRa-Abwehr um die Innenverteidiger Max Möhlmann und Kevin Lüpkes stand sehr sicher, ließ im Grunde bis auf die de-Buhr-Chance in den ersten 45 Minuten nichts zu.

Spieldaten

Westrhauderfehn: Gossmann; Weber (70. Kurt), Douwes (79. Marks), Jauken, Jonjic, Nazari (73. Dreshaj), Eucken, Stührenberg (74. Degner), Möhlmann, Lüpkes, Jajan (82. Mansholt).

Tore: 1:0 Jajan (10.), 2:0 Jonjic (67.), 3:0 Dreshaj (78.).

„Wir haben unsere Defensivstrategie zur Pause geändert und wollten mutiger nach vorne agieren“, gab Gäste-Trainer Jörn Janssen nach dem Spiel Einblick in seine Halbzeitüberlegungen. Die Gäste besaßen dann auch die erste gefährliche Aktion nach der Pause, als nach starker Vorarbeit von Timon Balzen Maurice Bombach in der Mitte knapp verpasste.

Vom Flughafen doch zum TuRa-Spiel

Doch das sollte es auch schon gewesen sein. Danach nahm der TuRa-Express um Geburtstagskind Julian Jauken – er wurde 26 Jahre alt – wieder Fahrt auf. Nachdem Jonjic an Hellmers gescheitert war (55.) und Jasper Weber über das Tor gelupft hatte (61.), war das 2:0 überfällig – aber auch umstritten. Nach einem Jonjic-Solo schnappte Torwart Jann Hellmers dem bulligen TuRa-Angreifer den Ball vom Fuß, der nachsetzte und zum 2:0 traf. Hellmers reklamierte vehement, weil er den Ball schon in den Händen gehalten haben will. Der Schiedsrichter entschied aber auf Tor (67.).

Auch wenn keiner der 150 Zuschauer ernsthaft noch an eine Wende geglaubt hatte, fiel die endgültige Entscheidung dann nach 78 Minuten durch den kurz zuvor eingewechselten Diamant Dreshaj, der eine gute Einzelleistung abschloss, aber auch vom Ausrutschen eines Verteidigers profitierte. Es blieb beim 3:0, weil TuRa danach noch zwei Chancen ausließ. „TuRa hat gut gearbeitet und hochverdient gewonnen“, musste dann auch SVH-Coach Jörn Janssen neidlos anerkennen.

Bei den Gastgebern war überraschend Marne Stührenberg dabei. Der zuletzt so stark aufspielende Youngster hatte sich am Donnerstag eigentlich Richtung Urlaub verabschiedet. Weil es seiner Freundin gesundheitlich aber am Flughafen auf einmal nicht gut ging, stiegen die beiden nicht in den Flieger. Stührenberg kehrte zurück, half beim Heimsieg und steigt mit seiner nun wieder genesenen Freundin am Samstag als Tabellenführer in den Urlaubsflieger.

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