Intern Nachrichten ganz direkt ins Postfach
Newsletter sind mittlerweile der „heiße Scheiß“. Deshalb bauen wir dieses kostenlose Angebot demnächst auch aus.
Newsletter sind überhaupt nichts Neues. Vermutlich sind sie so alt wie das Internet. Jahrelang aber galten sie als unmodern, erst seit einiger Zeit sind sie der „heiße Scheiß“: Kein größeres Unternehmen, das nicht regelmäßig seine Kunden über Neuigkeiten informiert, kein Medienhaus, das nicht auch Nachrichten per E-Mail verschickt.
Das ist aber nur dann erfolgreich, wenn die Autoren daran Spaß haben oder die Technik dahinter gut ist. Hinter den fünf Newslettern der OZ (Chefredakteur, Leer, Aurich, Emden und Sport) und dem einen des GA („Hest all höört“) steckt eine Menge Arbeit, vor allem aber die Freude an diesem doch sehr persönlichen Medium. Das zeigt sich auch an den organisch steigenden Leserzahlen für das kostenlose Angebot. Der wochentägliche Chefredakteurs-Newsletter zum Beispiel hat inzwischen deutlich über 3000 tägliche Abonnenten, von denen knapp die Hälfte die Mail auch tatsächlich liest.
Das Vorbild dieser Newsletter ist der von Lorenz Maroldt vor mindestens zehn Jahren gegründete „Checkpoint“ des Berliner „Tagesspiegel“. Mit sechsstelligen Nutzerzahlen, inzwischen auch mit einer kostenpflichtigen Variante, ersetzt er fast die Tageszeitung. Der Aufwand war gerade in den ersten Jahren enorm, was man Lorenz auch ansah. Irgendwann musste er herunterschalten, um seine Gesundheit zu schützen. In den USA sind Newsletter sehr verbreitet, die ebenfalls kostenpflichtig sind und ihren Autoren – meistens bekannten Journalisten – ein sechsstelliges Einkommen bringen. Voraussetzung für den Erfolg ist eine spezifische Lesergruppe, die angesprochen wird.
Was wir als Nächstes planen, basiert indes vor allem auf guter Technik: Ein abendlicher Überblick über die Geschichten des Tages, automatisiert erstellt, mit den am stärksten nachgefragten Artikeln der letzten 24 Stunden, unter Berücksichtigung der Themen, für die sich der Abonnent besonders interessiert. Somit wird jeder Leser seinen individuellen Newsletter bekommen.