Reederei berichtet Todesfall im Fährverkehr nach Juist – Schiff musste umkehren
Nach einem Todesfall im Fährverkehr nach Juist hat die Reederei den Vorfall geschildert. Rund 300 Fahrgäste konnten erst nach Mitternacht bei der nächsten Flut übersetzen.
Norddeich/Juist - Nachdem es im Fährverkehr von Norddeich auf die Insel Juist am Sonnabend einen Todesfall gab, hat die AG Reederei Norden-Frisia ergänzende Informationen zum Polizeibericht übermittelt. Demnach war der Fahrgast bereits an Bord und das Schiff hatte abgelegt, „als sich der Gesundheitszustand bei ihm verschlechterte“. Die Polizei hatte am Sonntag zunächst mitgeteilt, dass der Mann auf dem Weg aufs Schiff zusammengebrochen sei.
Die in der Erst- beziehungsweise Notfallversorgung geschulte Mannschaft habe sich sofort um den Fahrgast gekümmert und der Kapitän einen Notarzt angefordert, so die Reederei. „Das Schiff ist aufgrund der Dringlichkeit in den Hafen von Norddeich zurückgekehrt.“
Polizei geht von natürlichem Todesfall aus
Die Dauer der Notfallmaßnahmen habe dazu geführt, „dass bei der vorherrschenden Ostwindwetterlage der Wasserstand leider nicht mehr für eine ungefährdete Überfahrt nach Juist ausgereicht hätte“, berichtet die Reederei. Daher sei den 340 Fahrgästen eine spätere Abfahrt mit dem ersten Wasser um 2 Uhr in der Nacht zum Sonntag angeboten worden – rund 300 Fahrgäste hätten das Angebot angenommen.
Die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund ging am Sonntag von einem natürlichen Todesfall aus. Der Mann habe Vorerkrankungen gehabt.
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