Tag des offenen Denkmals Theaterszenen im Fehn- und Schifffahrtsmuseum
Am Sonntag, 11. September, werden die Denkmäler wieder für Publikum geöffnet. In der alten Villa am Rajen in Rhauderfehn hat man sich etwas Besonderes ausgedacht.
Rhauderfehn - Zahlreiche Theaterliebhaber und Museumsgänger könnten sich am Sonntag, 11. September, dem „Tag des offenen Denkmals“ im Rhauderfehner Fehn- und Schiffahrtsmuseum über den Weg laufen. Das Fehntheater führt in den Räumlichkeiten des Museums sowie auf dem Außengelände an mehreren Stellen kurze Theaterszenen auf. Diese sind angepasst an die jeweilige Abteilung, wie etwa die Szene „Werft“, die in der Schiffbauabteilung gezeigt wird, oder das Thema „Schifffahrt“, welches in der Kapitänsstube zu sehen ist. Weitere Szenen sind die „Klappbrücke“ in der Fehnabteilung des Museums und die „Schmiede“ auf dem Außengelände.
Der erste Durchlauf wird um 14 Uhr gestartet, der zweite Durchlauf der Szenen erfolgt um 15.30 Uhr. Die Szenen mit heimatlichem Bezug aus mehreren Jahrhunderten werden von drei bis fünf Schauspielern der Theatergruppe aufgeführt und dauern nur fünf bis zehn Minuten. Zwischen den Aufführungen bleib den Gästen genügend Zeit, sich etwa eine Tasse Tee zu genehmigen. Das Fehn- und Schiffahrtsmuseum ist am Tag des offenen Denkmals in der Zeit von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, von 13 Uhr bis 17 Uhr öffnet auch die dortige Teestube. Ab 12 Uhr werden zudem Museumsführungen angeboten. Es wird kein Eintritt verlangt, aber die Theatergruppe bittet die Besucher um eine kleine Spende.
„Museumspadd“
Den Spielplan zum Tag des offenen Denkmals am 11. September hat man treffender Weise „Museumspadd“ genannt. „Das Theaterprojekt ist durch eine Kooperation des Fehn- und Schiffahrtsmuseum, des Heimatvereins als dessen Träger und des Fehntheaters entstanden“, erklärt Hinrich Heselmeyer, Spöölbaas/Spielleiter der Theatergruppe.
Er hat auch die ganzen Szenen geschrieben, die von den Laiendarstellern dem Publikum nähergebracht werden sollen. Harm Evers, Vorsitzender des Fehntheater, führt durch das Programm.
Mitglied gewonnen
Das Ganze basiert auf den alten Fehnpadd-Geschichten. Das Theater-Ensemble umfasst derzeit zwölf Mitspieler. „Zu wenig“, wie Hinrich Heselmeyer bemerkt. Daher ist man über jeden Neuzugang glücklich. Durch Zufall und der Präsentation des Fehntheaters in den sozialen Medien konnte man bereits ein neues Mitglied Willkommen heißen. Elke Christenhuis ist vor ein paar Monaten nach Rhauderfehn gezogen.
„Auf der Facebook-Seite des Vereins habe ich gesehen, dass noch Mitspieler gesucht werden“, so Christenhuis, die sich auch für Geschichte interessiert. „Sie wurde mit viel Geduld langsam an das Theaterspiel herangeführt. Elke dient auch als Motivation für andere, die am plattdeutschen Theater interessiert sind. Sie präsentiert das wirklich sehr gut“, lobt Heselmeyer den Neuzugang.
Heselmeyer schrieb die Szenen
„Wenn jemand bei uns mitmachen will, besteht auch die Möglichkeit für den Anfang zum Beispiel nur einen Satz zu übernehmen. Die Texte sind nicht unbedingt an bestimmte Rollen gebunden. Dadurch sind wir in der Zuordnung sehr flexibel“, so der Spielleiter weiter. Er hat mittlerweile 34 Szenen geschrieben. „Der Museumspadd ist eine tolle Bereicherung unseres Programms. Der Heimatverein war sehr begeistert, als das Thema eines gemeinsamen Theaterprojektes zur Sprache kam“, betont Markus Neumann, Museumsleiter des Fehn- und Schiffartsmuseums Rhauderfehn. „Für beide Seiten ist die Zusammenarbeit nur von Vorteil, zumal wir als Theatergruppe sehr flexibel agieren können. Das Theaterprojekt soll kein einmaliges Projekt im Museum sein“, so Hinrich Heselmeyer. „Wir veranstalten einmal im Monat eine Teestube. Kurzauftritte der Theatergruppe könnten als zusätzliches Angebot dienen“, kann sich Markus Neumann eine weitere Zusammenarbeit durchaus vorstellen.
Der Spielplan „Museumspadd“ zum Tag des offenen Denkmals am 11. September sieht wie folgt aus: 1. Lauf (Beginn 14 Uhr: vor der Schmiede, 14.20 Uhr: Klappbrücke in der Fehnabteilung des Museums, 14.40 Uhr: Schifffahrt in der Kapitänsstube des Museums, 15 Uhr: Werft vor der Schiffbauabteilung des Museums. 2. Lauf: 15.30 Uhr (Schmiede), 15.40 Uhr (KIappbrücke), 16 Uhr Schifffahrt, 16.20 Uhr (Werft).