Berlin  Piratenpartei beerdigt 9-Euro-Ticket bei Kundgebung

Florian Goerres
|
Von Florian Goerres
| 02.09.2022 11:50 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Anne Herpertz, Bundesvorsitzende der Piratenpartei, vor dem Sarg während der symbolischen Beerdigung des 9-Euro-Tickets. Foto: IMAGO images/Mike Schmidt
Anne Herpertz, Bundesvorsitzende der Piratenpartei, vor dem Sarg während der symbolischen Beerdigung des 9-Euro-Tickets. Foto: IMAGO images/Mike Schmidt
Artikel teilen:

Während einer Kundgebung in Berlin hat die Piratenpartei das 9-Euro-Ticket symbolisch beerdigt. Zuvor hatte die Parteivorsitzende dazu aufgefordert, Blumen und Kränze vor dem Bundesverkehrsministerium niederzulegen.

Um gegen das Auslaufen des 9-Euro-Tickets und steigende ÖPNV-Preise zu protestieren, hat die Piratenpartei eine Trauerfeier abgehalten. Bei der Kundgebung direkt gegenüber des Bundesverkehrsministeriums wurde das Ticket am Donnerstag symbolisch beerdigt. Sogar einen Sarg hatte die Partei vorbereitet.

Die Grabrede hielt Anne Herpertz, Vorsitzende der Piraten-Partei. Sie hatte bereits im Vorhinein in einer Pressemitteilung dazu aufgerufen „9-Euro-Tickets, Blumen, Kränze und Grablichter mitzubringen, um diese am Amtssitz von Bundesverkehrsminister Wissing niederzulegen“. Gemeinsam wolle man Trauer und Wut zum Ausdruck bringen, heißt es weiter.

In einer weiteren Pressemitteilung kritisierte Herpertz, einige Verkehrsbetriebe planten, die Ticketpreise noch über das Niveau vor dem 9-Euro-Ticket zu heben. Des Weiteren kündigte sie an „den Kampf für einen flächendeckenden, bezahlbaren ÖPNV bis hin zu einer komplett fahrscheinfreien Mobilität“ nicht aufzugeben.

Das Bundesverkehrsministerium unter Leitung von Volker Wissing (FDP) hat bereits einen Nachfolger für das 9-Euro-Ticket angekündigt. Über die Preisgestaltung und weitere Details ist aber noch nichts bekannt. Auch Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) verkündete über Twitter Wissing habe ihn „überzeugt“.

Ähnliche Artikel