Kiew Klitschko: „Der eiserne Vorhang muss wiederkommen“
In der EU wird weiterhin über ein mögliches Einreiseverbot für Russen diskutiert. Eine klare Meinung hat Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko bereits. Er fordert, dass „der eiserne Vorhang wiederkommt.“
Im Interview mit der „Bild“ hat Vitali Klitschko ein europäisches Einreiseverbot für Russen gefordert. Es sei nicht ertragbar, dass Russen Urlaub in Europa machen, während Ukrainer sterben.
Klitschko möchte es Russen unmöglich machen, Urlaub in Europa zu machen. Russland sei eine Diktatur und über 70 Prozent der Russen würden das Regime von Putin unterstützen. Daher solle es ihnen nicht möglich sein, „das Leben in Europa zu genießen“, so Klitschko. Deshalb fordert Klitschko weitere Sanktionen des Westens.
Erst vergangene Woche sprach Olaf Scholz sich gegen ein Einreiseverbot aus. „Alle Entscheidungen, die wir treffen, sollten es nicht komplizierter für Russen machen, Freiheit zu suchen und das Land zu verlassen, um der Diktator in Russland zu entkommen“, erklärte der Kanzler seine Position. „Es ist nicht der Krieg des russischen Volks, es ist Putins Krieg.“
Estland hatte bereits eigenständig entschieden, die Vergabe von Visa und Aufenthaltsgenehmigungen an russische Bürger auszusetzen. Auch Finnland, Dänemark, Polen und Lettland sprechen sich für ein Einreiseverbot aus. Aus der EU-Kommission heißt es hingegen, dass ein grundsätzliches Verbot von Touristenvisa nach geltendem Recht gar nicht möglich sei.