Westrhauderfehn gewinnt in Aurich  TuRa siegt nach 0:2 noch 5:2 – erst unterirdisch, dann stark

Sören Siemens
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Von Sören Siemens
| 14.08.2022 18:48 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Zolfaqhar Nazari traf viermal. Foto: Damm
Zolfaqhar Nazari traf viermal. Foto: Damm
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Zwei völlig unterschiedliche Gesichter zeigte TuRa Westrhauderfehn in Aurich. Nach einem Trainer-„Donnerwetter“ in der Pause startete der Gast zur Aufholjagd.

Aurich - Als Erhan Colak am Sonntagnachmittag zur Halbzeitansprache marschierte, brodelte es im Trainer von Fußball-Bezirksligist TuRa 07 Westrhauderfehn. „Es wurde sehr laut und sehr deutlich in der Kabine. „Wir hätten zur Pause auch 0:3 oder 0:4 zurückliegen können.“ Doch statt einer peinlichen Auswärtsniederlage bei der SpVg Aurich gab es am Ende noch ein Happy End. Die TuRaner steigerten sich nach dem „Donnerwetter“ bei sommerlichen Temperaturen erheblich und siegten nach einem 0:2-Pausenrückstand noch mit 5:2.

Spieldaten

Westrhauderfehn: Gossmann; Weber; Douwes, Jauken, Mansholt, Nazari, Kurt (80. Laaken), Stührenberg, Lüpkes, Jajan (89. S. Jonjic), Marks.

Tore: 1:0 Schmidt (21.), 2:0 Berete (29.), 2:1 Stührenberg (58.), 2:2 Nazari (60.), 2:3 Nazari (Foulelfmeter, 76.), 2:4 Nazari (78.), 2:5 Nazari (Foulelfmeter, 95.).

Angesichts von zahlreichern Ausfällen wusste TuRa, dass es ein herausforderndes Spiel für die Fehnjer werden würde. Doch das, was Colak dann in den ersten 45 Minuten sah, war auch nicht durch diverse Umstellungen zu entschuldigen. Der Gastgeber war williger, griffiger, spielfreudiger und führte zur Halbzeit nach Toren von Tom Schmidt und Yahja Beret 2:0. Zweimal verhinderte TuRa-Torwart Hendrik Gossmann im Eins-gegen-Eins sogar einen weiteren Gegentreffer. „Er hat uns im Spiel gehalten, so ehrlich muss man sein. Wir sind den Zweikämpfen ja geradezu ausgewichen“, sagte Erhan Colak. „So unterirdisch unsere Leistung in der ersten Halbzeit war, so stark war unsere Aufholjagd. Das war sehr gut nach Wiederbeginn.“

TuRa zeigte nun alles, was man vor der Pause hatte vermissen lassen. Als dann Marne Stührenberg und Zolfaqhar Nazari binnen drei Minuten mit zwei Toren zum 2:2 trafen (58./60.), war TuRa zurück im Spiel. Der Gast war weiter überlegen und konnte durch drei weitere Nazari-Treffer – zwei Foulelfmeter – noch einen klaren Auswärtssieg erzielen. Der Vierfach-Torschütze bereitete bei den ersatzgeschwächten Gästen auch noch den fünften Treffer vor. Die Personalnot bei den Gästen war so groß, dass in den letzten Minuten Ex-Torwart und Torwarttrainer Slavko Jonjic noch als Feldspieler eingewechselt wurde.

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