Hamburg Warum die Rama-Margarine eine „besonders dreiste Mogelpackung“ ist
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat die Margarine von Rama zur „Mogelpackung des Monats“ gekürt. Das Vorgehen des Produzenten sei „besonders dreist“, finden die Fachleute.
So viele Beschwerden zu einem einzelnen Produkt will die Verbraucherzentrale Hamburg noch nie zuvor in so kurzer Zeit bekommen haben. Welche „Mogelpackung“ für diesen Ärger sorgt? Die Margarine des Rama-Herstellers Upfield. „Die bekannte Marke ist bei uns schon öfter negativ wegen versteckter Preiserhöhungen aufgefallen. Sie ist unsere aktuelle Mogelpackung des Monats“, schreibt die Verbraucherzentrale.
Doch was bringt die Verbraucher neuerdings so auf die Palme? Dazu heißt es von den Verbraucherschützern: „Seit Kurzem füllt der Hersteller bei seinem Klassiker nur noch 400 Gramm Margarine pro Becher ab, statt wie bisher 500 Gramm. Der Preis blieb bei vielen verschiedenen Händlern trotz Schrumpfung konstant bei meist 2,19 Euro. Unterm Strich entspricht das einer versteckten Preiserhöhung von 25 Prozent. Besonders dreist: Die Dose bleibt gleich groß.“
Damit täuscht Upfield aus Sicht der Hamburger Verbraucherzentrale mehr Inhalt vor, „denn in die Packung schauen kann man vor dem Kauf natürlich nicht“.
Der Margarinehersteller Upfield selbst begründet die versteckte Preiserhöhung mit „dramatischen Kostensteigerungen in unserer gesamten Lieferkette, einschließlich unserer Rohstoffe“. Es handele sich um einen außergewöhnlichen Schritt.
Einen weiteren Kritikpunkt an Rama gibt es in Sachen Nachhaltigkeit. „Die Schrumpfung bei gleicher Packungsgröße ist in Sachen Nachhaltigkeit kein Meisterstück, obwohl Upfield vermeintlich so viel Wert auf Nachhaltigkeit legt“, bemängelt die Verbraucherzentrale.